Hallstaetter-See

Mediaclipping

Salinen schließen Streusalz-Engpass aus

Trotz der teils heftigen Schneefälle in den vergangenen Wochen wird Streusalz in Österreich in diesem Winter nicht knapp. Das versichern die Salinen Austria, mit rund 80 Prozent Marktanteil heimischer Hauptlieferant von Auftausalz, auf VOLKSBLATT-Anfrage. Insgesamt sei dieser Winter, was den Streusalzverbrauch betreffe, bislang nur guter Durchschnitt, berichtet Salinen-Chef Stefan Maix. „Selbst wenn jetzt noch ein Jahrhundert-Februar käme, würden wir keine Lieferprobleme haben.“

Rund 100.000 Tonnen Salzverbrauch pro Monat

Aufgrund des milden Winters 2011/12 hätten zwar die Kommunen und Straßenmeistereien diesmal weniger Salz voreingelagert, so Maix. Die Salinen selbst hätten ihr Lager in Ebensee bis zum Herbst dafür mit rund 300.000 Tonnen voll auffüllen können. Aktuell habe man dort noch rund 140.000 Tonnen Salz gebunkert, 50.000 bis 60.000 Tonnen könne man noch produzieren. In einem durchschnittlichen Wintermonat würden 70.000 bis 140.000 Tonnen verbraucht, so der Salinen-Chef, es habe aber auch schon Winter mit 600.000 Tonnen Streusalzbedarf und mehr gegeben. „Diese enorme Spreizung ist unser Hauptproblem“, so Maix.

Laut aktueller Prognose wird der Umsatz der Salinen Austria im laufenden Geschäftsjahr 2012/13 (per Ende Juni) von zuletzt 111 auf 115 Mio. Euro steigen. 35 Prozent davon kommen aus dem Streusalzbereich.

Auf das Salz kommt's an

Jod ist wichtig, raten Verbraucherschützer. Auch bei Fertigprodukten sollte man auf die Herstellung mit Jodsalz achten

Berlin - Auch bei Fertigprodukten sowie Brot, Käse und Fleischwaren greifen Verbraucher am besten zu Waren, die mit Jodsalz hergestellt wurden. Denn die Bundesbürger laufen Experten zufolge Gefahr, nicht mehr genug Jod zu sich zu nehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn rät deshalb neben dem Kauf von Lebensmitteln mit Jodsalz, beim Kochen immer jodiertes Salz zu verwenden und ein- bis zweimal pro Woche Seefisch zu essen. Jod ist wichtig für die Funktion der Schilddrüse, die Hormone für Wachstum, Entwicklung und Stoffwechsel produziert. Zu wenig Jod kann die geistige Leistungsfähigkeit mindern und dazu führen, dass sich ein Kropf bildet. Der DGE zufolge zeigen die im aktuellen Ernährungsbericht veröffentlichten Untersuchungen der DONALD-Studie, dass bis 2003 die Jodversorgung bei Schulkindern klar angestiegen ist. Ab 2004 deute sich ein Rückgang an. Mehr als die Hälfte der Sechs- bis Zwölfjährigen erreicht die empfohlene Jodzufuhr demnach nicht. Als möglichen Grund nennt die DGE, dass immer weniger Lebensmittelhersteller Jodsalz verwenden – möglicherweise aus Kostengründen. Nach Angaben der DGE machen mit Jodsalz zubereitete Speisen und Lebensmittel zusammen mit Milchprodukten derzeit mehr als drei Viertel der täglichen Jodzufuhr aus. Eine Fischmahlzeit könne die empfohlene Zufuhr für mehr als einen Tag sicherstellen, allerdings äßen Kinder eher wenig Fisch.

Quelle:  http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.ernaehrung-auf-das-salz-kommt-s-an.484e9af9-0c84-43ba-ad31-740d49795c5a.html

WHO senkt Empfehlungen für täglichen Salzkonsum

Weniger als fünf Gramm für Erwachsene pro Tag - Bei Kindern abhängig von Alter, Größe und Gewicht

Genf - Hoher Blutdruck ist eines der Hauptrisiken für Herzkrankheiten und Schlaganfälle, so die Weltgesundheitsorganisation WHO. Deshalb wurden von der UNO-Teilorganisation am gestrigen Donnerstag die Empfehlungen für den täglichen Salzkonsum gesenkt: Von zwei Gramm Natrium, was fünf Gramm Speisesalz entspricht, pro Tag auf "weniger als zwei Gramm". Für Kinder seien es proportional weniger, abhängig von Alter, Größe und Gewicht. Erstmals wurde auch eine WHO-Mindestgrenze für Kalium festgelegt: 3,51 Gramm pro Tag.

Viel Salz und wenig Kalium können das Risiko für Hypertonie erhöhen, so die WHO. Dessen ungeachtet, wird jedoch von den meisten Menschen zu viel Natrium und zu wenig Kalium konsumiert.

Kochen reduziert Kaliumgehalt

Natrium ist in einer Vielzahl von Lebensmitteln bereits enthalten, u.a. in Milchprodukten und Eiern. Noch mehr findet sich jedoch in bearbeiteten Lebensmitteln wie Brot (etwa 250 mg/100g), Speck oder Popcorn (je 1.500 mg/100g) und vor allem in Sojasoße (7.000 mg/100g) und Suppenwürfeln (20.000 mg/100 g). Das gesunde Kalium wiederum findet sich vor allem in Bohnen und Erbsen (1.300 mg/100g), Nüssen und Gemüse wie Spinat und Obst wie Bananen. Kochen reduziert jedoch in vielen Produkten den Kaliumgehalt.

Die WHO hat weiters angekündigt, auch die Richtlinien für den Konsum von Fett und Zucker updaten zu wollen. Damit sollen das Übergewicht sowie weitere nicht übertragbare Krankheiten eingedämmt werden. (APA, 1.2.2013).

Ernährung - Essen & Trinken: Meersalz deckt Mineralienbedarf des Körpers nicht

Erfurt (dpa/tmn) - Mit Salz schmeckt nicht nur das Essen besser. Es ist auch ein wichtiges Mineral für den Körper. Viele greifen zum angeblich gesunderen Meersalz. Doch wird das weiße Gold aus dem Meer seinem Ruf gerecht?

Naturbelassenes Meersalz enthält zwar anders als Tafelsalz weitere Mineralstoffe. Aber diese Mengen sind nach Angaben der Verbraucherzentrale Thüringen so gering, dass sie nicht reichen, um den Bedarf des menschlichen Körpers zu decken. Sinnvoller ist es, auf den Zusatz von Jod im Speisesalz zu achten. Jod ist für den Aufbau von Schilddrüsenhormonen nötig, viele Menschen nehmen aber immer noch zu wenig des Minerals zu sich.

Meersalz unterscheidet sich von anderen Speisesalzen durch das Herstellungsverfahren. Es wird durch Verdunsten von Meerwasser gewonnen, Steinsalz dagegen durch das Herauslösen mit Wasser aus dem Gestein oder den Abbau im Bergwerk, wie die Verbraucherschützer erläutern. Damit das Salz gut rieselt, werden ihm häufig Trennmittel zugefügt, die dann auf der Zutatenliste genannt werden müssen. Das können sein: Calciumcarbonat (E 170), Magnesiumcarbonat (E 504), Natriumferrocyanid (E 535), Kaliumferrocyanid (E 536), Aluminiumsilikat (E 559) oder Siliziumdioxid (E 551), auch Kieselsäure genannt.

Quelle:  http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1412814

Keine Alternativen zu Streusalz

Die ASFINAG hat in Kooperation mit der TU-Wien einige Alternativen zur Salz- und Solestreuung getestet. Doch andere Streumittel seien weder wirtschaftlich noch sicher, heißt es. 2012 wurden in Tirol 16.000 Tonnen Streusalz aufgebracht.

Wie hoch der Salzverbrauch in diesem Winter ausfallen wird, lasse sich noch nicht abschätzen. Im vergangenen Jahr wurden 16.000 Tonnen Salz auf den Tiroler Autobahnen und Schnellstraßen gebraucht. Für Tirol und Vorarlberg zusammen kostete der Winterdienst laut ASFINAG 6,2 Millionen Euro.

Salzstreuer mit GPS und Infrarot
Die Winterdienstfahrzeuge der ASFINAG sind technisch hochgerüstete Fahrzeuge. Wieviel Salz und in welcher Form aufgebracht wird, wird automatisch über GPS-Anlagen und neuerdings auch über Infrarot-Sensoren gesteuert. Wissenschaftlich begleitet werden die modernen Verfahren von der Technischen Universität Wien (TU).

Bei starken Schneefällen wird Salz heiß-flüssig angewendet. Es wird mit Hochdruck auf die Fahrbahn gespritzt und soll den Schneebelag sozusagen zerschneiden. Wenn vorbeugend gesalzen wird, weil Eis und Schneeglätte vorhergesagt sind, kommt kalt-flüssiges Salz zum Einsatz. Damit wird verhindert, dass das Salz vom Wind vorzeitig weg geweht wird.

Quelle:  http://tirol.orf.at/news/stories/2565639/

Vergessen Sie den Mythos vom ungesunden Salz

Salzarme Ernährung soll Schlaganfälle verringern und den Herztod verhindern – das war bislang die gängige Meinung. Doch ist der wissenschaftliche Streit über das Salz neu entbrannt.

Der Salzstreuer gehört schlicht verboten, behaupten seit Jahren viele Ärzte und Ernährungsspezialisten. Salziges Essen treibt den Blutdruck in die Höhe, hoher Blutdruck macht aber erwiesenermaßen krank und verkürzt das Leben, so die seit Jahren gebetsmühlenartig wiederholte Begründung für das lebensfremde Ansinnen. Doch davon ist nur die Hälfte wahr. Die Schädlichkeit von Salz ist keineswegs eindeutig erwiesen, und seine Auswirkungen auf den Blutdruck sind minimal, ergaben neue Studien. Und damit nicht genug: Streng salzarme Diäten können sogar die Gesundheit gefährden und die Sterblichkeit erhöhen.

Nach einer aktuellen Bewertung des Max-Rubner-Instituts (MRI), des Robert-Koch-Instituts (RKI) und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) liegt die tägliche Salzaufnahme der deutschen Bevölkerung bei durchschnittlich 9 Gramm bei Männern und 6,5 Gramm bei Frauen. Das sei zu viel, sagen die drei Gesundheitsbehörden: Die Salzaufnahme sollte der Gesundheit zuliebe auf 3,5 bis maximal 6 Gramm pro Tag reduziert werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO gab sich 2003 sogar überzeugt, dass drei Gramm Salz weniger am Tag die Zahl der Schlaganfälle um 22 Prozent und die Zahl der Herztodesfälle um 16 Prozent senken könnte.


Zweifel an der These wachsen

Die Zweifel an dieser kühnen These sind in den letzten Jahren unter den Fachleuten allerdings stark gewachsen. Bereits im Jahr 2009 hat das zur Unabhängigkeit verpflichtete "Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen" (IQWiG) in Köln die Daten von sieben als methodisch hochwertig beurteilten Übersichtsarbeiten ausgewertet, in denen jeweils zwischen 520 und 3.391 Teilnehmer aus insgesamt 62 randomisierten und kontrollierten Studien zusammengefasst waren.

Das Ergebnis: Die Einschränkung des Salzverzehrs senkt zwar tatsächlich den Blutdruck in unterschiedlichem Ausmaß. Aber: "Ein Nutzen oder ein Schaden einer kochsalzreduzierten Diät bei Patienten mit Bluthochdruck ist auf Basis randomisierter kontrollierter Studien bislang nicht belegt".

Einen weiteren Rückschlag erlitt die Salzhypothese durch eine besonders umfangreiche Metaanalyse von dänischen Cochrane-Experten. Die 1993 gegründete "Cochrane Collaboration" ist eine weltweit tätige, gemeinnützige Organisation von Wissenschaftlern und Ärzten mit dem Ziel, systematische Übersichtsarbeiten zur Bewertung von medizinischen Therapien zu erstellen. Sie arbeitet nach strengen Regeln der evidenzbasierten Medizin.

Für diese Organisation hat Internist und Rheumatologe Dr. Niels Albert Graudal und seine Expertengruppe an den Universitätskrankenhäusern in Kopenhagen und Bispebjerg die Ergebnisse aus 167 wissenschaftlichen Studien mit insgesamt 2.747 Teilnehmern zum Zusammenhang von Salz und Blutdruck zusammengetragen und bewertet.


Stresshormone steigen

Die Experten kamen zum Ergebnis: Eine Beschränkung beim Salzkonsum bewirkt zwar tatsächlich eine Senkung des Blutdrucks, allerdings nur minimal. So sinkt der obere ("systolische") Blutdruckwert unter salzarmer Ernährung im Durchschnitt nur um 1,27 mmHg. Der untere ("diastolische") Blutdruckwert geht lediglich um 0,05 mmHg zurück. Diese minimale Verringerung des Blutdrucks wird jedoch durch eine Zunahme verschiedener Stoffwechselparameter erkauft. So steigen unter der salzarmen Ernährung die Stresshormone Renin, Aldosteron, Adrenalin und Noradrenalin statistisch signifikant an.

Die vorerst letzte Schlappe erlitt die langjährige Lehrmeinung durch die Metaanalyse von sechs großen Studien, die 2012 im Fachblatt "Heart" publiziert wurde. Die 2.747 Teilnehmer der Studien litten an Herzversagen und nahmen entweder normale oder stark eingeschränkte tägliche Salzmengen zu sich. Untersucht wurde ihre Gesamtsterblichkeit, das Auftreten eines plötzlichen Herztodes und die Einweisung in eine Klinik mit der Diagnose Herzversagen.

Höhere Gefahr bei salzarmer Ernährung

Vom Ergebnis waren selbst die Experten verblüfft: Die Gruppe der salzarm Ernährten wies nahezu ausnahmslos eine höhere Gefährdung auf als die Herzpatienten mit Normalkost. Die Gesamtsterblichkeit lag in der sich salzarm ernährenden Gruppe um 95 Prozent höher als bei Herzpatienten mit Normalkost. Das Risiko des plötzlichen Herztodes war unter Salzreduktion um 72 Prozent und das eines Todes durch Herzversagen um 123 Prozent erhöht. Patienten mit reduziertem Salzkonsum mussten 110 Prozent häufiger in ein Krankenhaus eingewiesen werden als normal salzende Personen.

Der neu entbrannte Streit um Schaden oder Nutzen von zu viel Salz im Essen erinnert übrigens stark an den besonders in den Siebziger Jahren erbittert geführten und bis heute nicht entschiedenen Kampf zwischen Butter und Margarine. Auch beim Thema Salz spielen nicht nur die Gesundheit, sondern auch handfeste Wirtschaftsinteressen eine wichtige Rolle, die sich auch auf die Entstehungsweise von wissenschaftlichen Studien auswirken können.


Größter Anteil Salz aus Fertigprodukten

Der größte Anteil der täglich konsumierten Salzmenge stammt nämlich gar nicht aus dem Salzstreuer, sondern aus Fertigprodukten der Lebensmittelindustrie, besonders aus Konserven, aber auch aus Brot, Gebäck, Wurstwaren und Käse. Auch die im "Verband der Kali- und Salzindustrie e. V." zusammengeschlossenen Betreiber von Salinen und Bergwerke sind an "guter Presse" für ihr Produkt interessiert.

Kochsalz (NaCl = Natriumchlorid) ist ein unverzichtbares Lebenselement und unentbehrlicher Bestandteil des Organismus. Es reguliert den gesamten Wasserhaushalt, hält die Gewebespannung aufrecht und aktiviert viele Stoffwechselvorgänge. Natrium und Chlorid wirken auch als Signalstoffe, um Informationen im Nervensystem weiterzuleiten.


Riskanter Salzverzicht für ältere Menschen

Der Verzicht auf Salz kann bei älteren Menschen besonders riskant sein, sagt der Münchner Arzt und Ernährungsexperte Peter Schnabel, weil sich im Alter der Flüssigkeitsgehalt des Körpers verändert: "Während der Flüssigkeitsanteil eines Babys bei etwa 82 Prozent seines Körpergewichts liegt, sinkt der Wert beim Erwachsenen auf rund 60, im Greisenalter auf etwa 52 Prozent. Ältere Menschen sind schneller satt, haben weniger Durst und trinken zu wenig. Deshalb stellt die Dehydratation, also der Mangel an Flüssigkeit und Salz oder an Flüssigkeit alleine eine häufige Störung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes älterer Menschen dar."

Verschärft wird die Situation durch andere, ebenfalls typische Lebensumstände im Alter. Probleme mit den Zähnen oder Nachlassen des Handgeschicks können ebenso zu Ernährungsmängeln führen wie falsche Essgewohnheiten, eine magere Rente oder die Isolation im Alter. Durch die Einnahme von Medikamenten wird das labile Gleichgewicht der Körperflüssigkeit oft weiter beeinträchtigt.


Übermäßiger Flüssigkeitsverlust durch Medikamente

Peter Schnabel: "Das ist vor allem bei Arzneimitteln der Fall, die einen direkten Einfluss auf die Wasserausscheidung oder auf den Elektrolytstoffwechsel besitzen. So hat die Einnahme wassertreibend wirksamer Arzneimittel einen übermäßigen Flüssigkeitsverlust bis zur Austrocknung, aber auch den Verlust von Natrium oder Kalium zur Folge."

Der immer noch häufig erteilte Rat, wegen des im Alter meist erhöhten Blutdrucks auf Salz zu verzichten, hat unter solchen Umständen auf die Gesundheit der Senioren eher negative Auswirkungen, betont Schnabel: "Unter zu starker Kochsalzrestriktion kann der Organismus aus dem Gleichgewicht geraten und die Aufrechterhaltung des Blutdruckes gefährdet sein. Die Folge kann sein, dass lebenswichtige Organe weniger durchblutet werden und Durchblutungsstörungen, beispielsweise im Gehirn, daraus resultieren."

Quelle: http://www.welt.de/gesundheit/article112386580/Vergessen-Sie-den-Mythos-...

 

 

Salzkonsum und Bluthochdruck -Wie das Immunsystem den Blutdruck reguliert

Auf der Suche nach den Ursachen des Bluthochdrucks sind Forscher auf Unerwartetes gestossen: einen Zusammenhang zwischen dem Immunsystem und der Salzaufnahme. Dies könnte neue Impulse für die Therapie liefern.

Es gibt nur wenige Erkrankungen, die so intensiv erforscht wurden wie der Bluthochdruck, die Hypertonie. Je weiter die Wissenschafter aber hinter die Kulissen dieser verbreiteten Störung blicken, desto mehr erkennen sie, wie viel Unbekanntes sich dort noch verbirgt. Schon die Abgrenzung einer Hypertonie von einem gesunden Blutdruck fällt nicht leicht, wie die beständigen Begriffsanpassungen der letzten Jahrzehnte illustrieren.

Neue Bezeichnungen

Was früher der einen oder anderen Kategorie zugeordnet wurde, heisst heute «idealer», «normaler» und «hochnormaler» Blutdruck oder Prähypertonie; danach folgen eine leichte, eine mässige oder eine schwere Hypertonie. Denn wie die Ergebnisse einer Vielzahl von Untersuchungen belegen, können selbst kleine Anstiege auf der Blutdruckskala langfristig das Risiko für arteriosklerotische Gefässschäden und deren Folgen, darunter Schlaganfall, Herzinfarkt und Herzschwäche, erhöhen.

Dieser Trend beginnt zudem bereits im Oberbereich eines als «ideal» erachteten Blutdrucks. Davon spricht man, wenn der «obere» (systolische) Blutdruckwert weniger als 120 Millimeter Quecksilber (mmHg) beträgt und der «untere» (diastolische) weniger als 80 mmHg. Als normal gelten Messwerte von höchstens 129 mmHg systolisch zu 84 mmHg diastolisch, als hochnormal solche von maximal 139 zu 85 mmHg. Alles, was darüber liegt, wird als Hypertonie bezeichnet.

Wie viele Mechanismen an der Regulation des Blutdrucks beteiligt sind, verdeutlicht nicht zuletzt das grosse Spektrum an Medikamenten zur Behandlung der Hypertonie. So unterdrücken einige dieser Mittel die Aktivität eines Angiotensin genannten Hormons, das die Gefässspannung erhöht und ausserdem Salz und Wasser in der Niere zurückhält. Andere Arzneien bremsen den stimulierenden Ast des autonomen Nervensystems, eine weitere Gruppe fördert die Salzausscheidung, und wieder andere entspannen die Gefässe, indem sie das die Muskelkontraktion fördernde Element Kalzium am Eintritt in die Arterienwand hindern.

Zweifellos beachtlich, können die Errungenschaften im Bereich der Therapie allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ursprünge der «essenziellen» Hypertonie weiterhin im Dunkeln liegen. Definitionsgemäss handelt es sich dabei um jene ein Viertel bis die Hälfte der älteren Bevölkerung betreffende Hochdruckform, die auf keiner ersichtlichen Erkrankung beruht und sich daher auch nicht ursächlich angehen lässt. Zwar kennt man inzwischen etliche Faktoren, die einer Hypertonie nachweislich den Weg bereiten. Hierzu zählen beispielsweise Übergewicht, eine salzreiche Kost, Diabetes und seelischer Stress. Auch sind Überaktivitäten und Ungleichgewichte der den Blutdruck regulierenden Regelwerke bei der Entstehung und der Etablierung der Hypertonie von Bedeutung. Denn andernfalls würden die einschlägigen Medikamente nicht so nachhaltig wirken. Ungewiss ist bis anhin gleichwohl, wer in diesem vielstimmigen «Blutdruck-Orchester» den Ton angibt.

Die erste Geige spielt dabei möglicherweise das Immunsystem. Anders als lange Zeit vermutet, scheint dieses nicht erst später in der Hypertonieentwicklung auf die Bühne zu treten, sondern von Anfang an «mitzumischen». Für eine solche Hauptrolle sprechen jedenfalls die Ergebnisse von tierexperimentellen Studien. So haben kanadische Forscher vor einigen Jahren herausgefunden, dass gefässverengende Hormone und eine salzreiche Kost den Blutdruck von Mäusen nur dann erhöhen, wenn die Tiere in der Lage sind, Makrophagen – auch Fresszellen genannte Entzündungszellen – in ausreichender Zahl herzustellen.

Ist dies nicht der Fall, zeigen blutdrucksteigernde Einflüsse keine Wirkung. Auch kommt es dabei nicht zur Besiedlung der Schlagadern mit Makrophagen. Dieser Schritt, also die Anreicherung von Fresszellen in der Gefässwand, markiert den Beginn der Arteriosklerose – der Verkalkung und Versteifung der Arterien, die ihrerseits die Hypertonie unterhält und vorantreibt.

Sauerstoffradikale im Fokus

Neben den Makrophagen scheint noch andere weisse Blutzellen frühzeitig in das Hochdruck-Geschehen einzugreifen. Die Rede ist von den T-Lymphozyten, einer Familie von Immunzellen, die unter anderem Krankheitserreger und entartete Proteine angreift. So sind Mäuse, die aufgrund eines genetischen Defekts zu wenig T-Lymphozyten herstellen, offenbar resistent gegenüber etlichen blutdrucksteigernden Reizen, darunter seelischer Stress und salzreiche Kost. Erhalten solche Nager T-Lymphozyten von Artgenossen, kehrt die Empfindlichkeit ihres Blutdrucks auf die obengenannten Stimuli zurück.

Wie die verschiedenen Immunzellen den Blutdruck in die Höhe treiben, ist zwar noch offen. Einige Forscher halten es aber für denkbar, dass die von den Makrophagen abgesonderten Sauerstoffradikale die treibende Kraft sind. Chemisch hoch aggressiv, hemmen solche Verbindungen nämlich unter anderem die Funktion eines Stickoxid genannten Hormons, das die Gefässe entspannt, den Blutdruck senkt und zugleich etliche eine Arteriosklerose fördernde Aggressoren in Schach hält.

Die Makrophagen sorgen im «Blutdruck-Orchester» gleichwohl nicht nur für Dissonanzen. Wie der Pharmakologe Jens Titze von der Vanderbilt University in Nashville und Kollegen herausgefunden haben, tragen diese Immunzellen teilweise auch zur Senkung des Blutdrucks bei – eine Entdeckung, die in der Fachwelt für erhebliches Aufsehen gesorgt hat und weiterhin sorgt.

Unter welchen Umständen sich bei den Makrophagen ein solcher Gesinnungswandel vom Saulus zum Paulus vollzieht, erläuterte Titze kürzlich an einem Symposium am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin. Auslösender Faktor ist demnach eine erhöhte Salzzufuhr. Übersteigt der Konsum an Kochsalz den Bedarf, speichert der Körper die darin enthaltenen Elemente Natrium und Chlorid in der Haut, und zwar in dem zwischen den Hautzellen gelegenen interstitiellen Raum (vgl. Grafik). Das Ungewöhnliche an dem bis anhin verborgen gebliebenen Salzlager: Anders als im Blut liegt das Natrium darin nicht in gelöster Form vor, sondern «klebt» an bäumchenartigen Zuckerproteinstrukturen, sogenannten Proteoglykanen.

Haut als Salzspeicher

Laut Titze kann die Haut höhere Salzkonzentrationen aufnehmen als das Blut. Überschreite sie aber einen bestimmten Schwellenwert, wanderten Makrophagen in die Haut ein und stimulierten hier das Wachstum von Lymphgefässen. Ziel dabei ist es offenbar, die Drainage-Kapazität der Lymphe zu verbessern, um das Salz besser abtransportieren zu können. Werden die Makrophagen nämlich entfernt oder die von ihnen freigesetzten Signalstoffe daran gehindert, ihre molekularen Botschaften zu vermitteln, steigt der Salzgehalt in der Haut und damit der Blutdruck an.

Ob diese bei Tieren dokumentierten Vorgänge auch beim Menschen ablaufen, lässt sich zwar noch nicht mit Sicherheit sagen. Jüngste, noch nicht publizierte Resultate der Forscher aus Nashville legen einen solchen Schluss jedoch nahe. Störungen der Salzdrainage in der Haut könnten daher nicht zuletzt eine Erklärung dafür sein, weshalb der Verzehr einer salzhaltigen Kost bei manchen Menschen zum Anstieg des Blutdrucks führt. Überdurchschnittlich oft betroffen sind hiervon Patienten mit einer schwer behandelbaren Hypertonie.

Wie Titze und Kollegen ferner herausgefunden haben, besteht zwischen dem Salzgehalt in der Haut und dem Gefässdruck ein direkter Zusammenhang. Je «salziger» die Haut, desto höher sind die Blutdruckwerte. Personen mit Hypertonie wiesen zugleich grössere Salzmengen in der Haut auf als solche mit normalem Blutdruck. Wie aus den Studien der Forscher hervorgeht, lagert sich mit zunehmendem Alter immer mehr Salz in der Haut und den Muskeln ab. Dies könnte erklären, weshalb der Blutdruck der Bewohner industrialisierter Länder mit dem Alter ansteigt, jener bei Naturvölkern hingegen nicht oder nur in geringem Masse.

Wie einige Forscher vermuten, könnte dieser Trend auf den bei uns üblichen, hohen Kochsalzverzehr zurückgehen. Dieser beruht in erster Linie auf dem hohen Salzgehalt von industriellen Lebensmitteln, etwa Wurst- und Backwaren. Der Gewürzstreuer auf dem Tisch und das Salz im Nudelwasser spielen dabei keine nennenswerte Rolle. Dass man die salzreiche Ernährung als Ursache der Hypertonie bisher weder bestätigen noch verwerfen konnte, liegt an der Schwierigkeit, den Salzverzehr einer grösseren Probandenzahl engmaschig zu kontrollieren. Die Entdeckungen von Titze und Kollegen könnten daher einen wichtigen Beitrag zur Klärung der offengebliebenen Fragen leisten.

Quelle:  http://www.nzz.ch/wissen/wissenschaft/wie-das-immunsystem-den-blutdruck-reguliert-1.17851203


 

Viel Jod im Meersalz - ein Trugschluss!

Autorin: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe © Kluthe-Stiftung Ernährung und Gesundheit

Algen und Seefisch kommen aus dem Meer und enthalten viel Jod. Viele gehen deshalb davon aus, dass auch Meersalz reich an Jod ist. Tatsächlich enthält Meersalz allerdings kaum mehr Jod als unjodiertes Speisesalz.

Warum enthält natürliches Meersalz vergleichsweise wenig Jod? Grund dafür ist der Herstellungsprozess. Zur Herstellung von Meersalz wird Meerwasser in Verdunstungsbecken der Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Wenn alles Wasser verdunstet ist, bleibt kristallines Salz übrig. Mit dem Wasser verdunstet allerdings auch ein Großteil des darin gelösten Jods, sodass nur ein geringer Rest in dem Salz enthalten bleibt. Durch die anschließend erfolgende Reinigung sinkt der Jodgehalt weiter.

Der Körper benötigt das Spurenelement Jod aus der Nahrung zur Bildung von Schilddrüsenhormonen. Schilddrüsenhormone haben eine wichtige Funktion in der Steuerung von Energiestoffwechsel, Herzrhythmus und Blutdruck. Außerdem beeinflussen sie Wachstum und Gehirnentwicklung von Kindern. Ein Mangel an Jod äußert sich in bleierner Müdigkeit, Antriebsschwäche oder trockener Haut. Bleibt der Mangel über längere Zeit bestehen, wird er auch äußerlich durch die Bildung eines Kropfes sichtbar. Dabei handelt es sich um eine durch Jodmangel hervorgerufene Vergörßerung der Schilddrüse.

Deutschland ist Jodmangelgebiet. Unsere Böden, Äcker und Weideflächen enthalten nur geringe Mengen Jod. Auch im Trinkwasser ist kaum Jod enthalten. Dies hat zur Folge, dass hierzulande angebautes Getreide, Obst und Gemüse kaum Jod enthalten. Untersuchungen zufolge tragen sie lediglich drei Prozent zur Versorgung bei. Von Natur aus jodreich sind vor allen Dingen Seefische und Meeresfrüchte. Da diese Lebensmittel allerdings vom Großteil der Bevölkerung eher selten verzehrt werden, ist es nicht verwunderlich, dass 40 Prozent der Jugendlichen und ca. 24 Prozent der Erwachsenen in Deutschland zu wenig Jod mit der Nahrung zu sich nehmen. Damit ist Jod einer der wenigen Nährstoffe mit einem weit verbreiteten Mangel in Deutschland. Zur Verbesserung der Versorgungssituation wurde Speisesalz deshalb mit Jod angereichert.

Ein Austausch von angereichertem (jodierten) Speisesalz durch Meersalz kann das Risiko für einen Jodmangel deutlich erhöhen. Professor Gärtner, Internist und Endokrinologe an der Universität München und Sprecher des Arbeitskreises Jodmangel warnt: “Bei dem maximal empfohlenen Salzkonsum sind unjodiertes Meer- und Speisesalz … nicht geeignet, um den Körper ausreichend mit Jod zu versorgen.” Bei einer täglichen Aufnahme von fünf Gramm Meersalz erhält der Körper maximal ca. 10 Mikrogramm Jod. Die empfohlene Aufnahmemenge für Jugendlichen oder Erwachsenen liegt allerdings bei 200 Mikrogramm des lebenswichtigen Spurenelements. “Die Hälfte können Verbraucher decken, wenn sie täglich mit jodiertem Salz würzen und damit hergestellte Lebensmittel konsumieren”, empfiehlt Professor Gärtner. Das verbleibende Defizit von 100 Mikrogramm pro Tag kann durch eine abwechslungsreiche Ernährung und ein- bis zweimal wöchentlich Seefisch gedeckt werden.

Quelle: http://www.ernaehrung.de/blog/viel-jod-in-meersalz-ein-trugschluss/

 

 

Nutzen des B-Vitamins möglicherweise noch größer als gedacht 

Folsäure-Anreicherung von Grundnahrungsmitteln in den USA und Kanada geht mit geringeren Tumorraten bei Kindern einher / Deutsche mit Folsäure/Folat noch schlecht versorgt / Mit Folsäure angereichertes Speisesalz oder Nahrungsergänzungsmittel können Versorgung verbessern

Seit in den USA und Kanada die Versorgung mit Folsäure verbessert wurde, treten bösartige Nieren- und Hirntumore im frühen Kindesalter zwischen 20 und 40 Prozent seltener auf. Das fanden Forschergruppen aus Minneapolis(1) und Ontario (2) heraus. Der Arbeitskreis Folsäure und Gesundheit (AKF) empfiehlt die Verwendung von mit Folsäure angereicherten Lebensmitteln wie z. B. Speisesalz im Haushalt (www.ak-folsaeure.de). Frauen mit Kinderwunsch und Schwangere sollten ihren Folatspiegel mit speziellen Präparaten auffüllen. Die Versorgungslage in Deutschland ist laut nationaler Verzehrsstudie (3) noch mangelhaft.

Experten raten insbesondere Frauen, die schwanger werden wollen, ausreichend Folsäure bzw. Folat zu sich zu nehmen.(4) Dadurch verringert sich das Risiko für Fehlbildungen beim ungeborenen Kind, vor allem für schwerwiegende Neuralrohrdefekte („offener Rücken“). In den USA und Kanada wird deshalb seit 1998 Mehl mit Folsäure angereichert. Eine Forschergruppe um Amy M. Linabery aus Minneapolis konnte jetzt zeigen: Die Erkrankungsrate für den häufigsten bösartigen Nierentumor bei Vorschulkindern (sogenannter Wilms-Tumor) sank seitdem um 20 Prozent. Von 1986 bis 1997 war die Rate dagegen stetig angestiegen.(1)

Ähnliches gilt für einen Hirntumor bei Kindern (peripherer primitiver neuroektodermaler Tumor, PNET): Er tritt bereits seit 1993 deutlich seltener auf (minus 44 Prozent).(1) Hier gibt es einen zeitlichen Zusammenhang mit einer Empfehlung der US-Behörden von 1992. Damals wurde allen Frauen im gebärfähigen Alter geraten, täglich mindestens 400 Mikrogramm Folsäure zu sich zu nehmen.

Die Forscher werteten Daten des US-Krebsregisters von 1986 bis 2008 zur Erkrankung von Kindern zwischen null und vier Jahren aus. Es ist die bislang größte Untersuchung ihrer Art.

Gestützt werden die Ergebnisse durch eine kleinere Studie aus Kanada mit ähnlich positiven Ergebnissen für Folsäure: Nachdem dort Mehl angereichert wurde, gingen Wilms-Tumore bei Kindern um etwa 30 Prozent zurück.(2)

Der Arbeitskreis Folsäure und Gesundheit (AKF) setzt sich seit 2002 dafür ein, Grundnahrungsmittel auch in Deutschland mit Folsäure anzureichern und den großen gesundheitlichen Nutzen stärker bekannt zu machen. Kritiker verweisen auf vermeintliche Risiken. „Jetzt zeigt sich, dass nach Einführung der obligatorischen Anreicherung von Grundnahrungsmitteln mit Folsäure eine Abnahme bestimmter Krebsarten beobachtet wird. Ob diese Koinzidenz jedoch in einem kausalen Zusammenhang steht, bleibt weiteren Studien vorbehalten“, so der Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Klaus Pietrzik vom AKF. „Bei keiner der Studien wurde für eine andere Krebsart nach der Folsäure-Anreicherung ein Anstieg beobachtet.“

Ein Großteil der deutschen Bevölkerung nimmt deutlich zu wenig Folsäure und Folat zu sich, so die groß angelegte nationale Verzehrsstudie.(3) Verbraucher können aber auch jetzt schon selbst vorsorgen: Durch eine folatreiche Ernährung mit z. B. Blattsalat, Spinat, Tomaten, Orangen, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Innereien. Und durch die Verwendung von mit Folsäure angereichertem Speisesalz im Haushalt beim Kochen oder durch Nahrungsergänzungsmittel mit Folsäure/ Folat, wie z. B. sogenannte Schwangerschaftsvitamine für Frauen, die sich Kinder wünschen.

Das weiße Gold brachte Wohlstand und Würze

Die Salzproduktion schrumpfte zum mittelständischen Unternehmen, doch das Salz blieb prägendes Element.
„Es war eine ganz harte Arbeit, und das hat die Menschen im Salzkammergut geprägt“, sagt Stefan Maix. „In genau diesem Umfeld haben sich traditionelle Lebensweisen entwickelt wie der Ebenseer Fasching. Das hat Freiraum geschaffen neben der harten Arbeit.“

Maix ist Vorstandsvorsitzender der Salinen Austria AG, des vor 15 Jahren privatisierten staatlichen Salzmonopolbetriebs. Die Salinen gehören heute mehrheitlich Hannes Androsch und der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. Zehn Prozent sind bei der Belegschaft. Das Unternehmen zählt im Salzkammergut nur noch 400 Beschäftigte, denn das Salzgeschäft steht im freien Wettbewerb.

Trotz des Aderlasses und des scharfen wirtschaftlichen Umfeldes ist Rainer Wimmer – er war 25 Jahre lang Betriebsratsvorsitzender und ist jetzt in Wien Bundesvorsitzender der Produktionsgewerkschaft ProGe – zufrieden: „Wenn es ein Ausländer gekriegt hätte, wäre alles längst zugesperrt. So sind 400 Arbeitsplätze gerettet worden, in einer Region, in der es nicht viele Industriearbeitsplätze gibt.“

Die Saline ist nur noch ein mittelständisches Unternehmen, trotzdem prägt das Salz den Landesteil. „Die Verbindung von Tourismus und Salz ist essentiell. Salz ist unser Identifikationsmerkmal“, sagt der Ischler Hotelier und Tourismusfunktionär Johann Panhuber. Viele Kur- und Wellnessangebote bauen auf dem Mineral auf; als natürliches Heilmittel ist es obendrein voll im Trend.

Hallstattzeit – eine Weltepoche

Dazu kommen die Schaubergwerke und der weltberühmte Salzort Hallstatt. Die spektakulären archäologischen Funde im Hochtal über dem See, vom ältesten industriellen Bergbau der Welt, haben einer Menschheitsepoche den Namen gegeben. Von der Hallstattzeit hören rund um den Globus die Schulkinder. Keramik- und Schmuckfunde zeugen vom Reichtum und hohen kulturellen Stand dieses Landstrichs, und zwar vor mehr als 3000 Jahren.

Im Habsburger-Reich war das Salzkammergut dann eine hoheitliche Planwirtschaft, quasi eine Sonderwirtschaftszone: Das gesamte Viertel war der Aufgabe untergeordnet, mit dem weißen Gold den Aufbau der Dynastie zu finanzieren. Die Holzknechte lieferten das Bauholz für die Bergwerke und die Energie für die riesigen Sudpfannen. Alle anderen Gewerbe mussten sich als Zulieferer und Dienstleister unterordnen. Die Männer waren vom Militärdienst befreit. „Die Menschen waren wichtig und hatten daher Sonderrechte. Auch den evangelischen Glauben hat man ihnen lange gelassen“, sagt Historiker Roman Sandgruber.

Wegen des Holzmangels im Inneren Salzkammergut wurde die Saline 1607 in Ebensee neu gebaut, wo es genügend Forst gab. Mit der ältesten Pipeline der Welt – Baumstämme wurden mit riesigen Bohrern ausgehöhlt – kam die Sole in den aufstrebenden Industrieort. Der dramatisch hohe Holzverbrauch brachte Umweltschäden und zeigt sich noch heute am Forstbestand. Als ab Mitte des 19. Jahrhunderts das Holz von der Kohle, dem effizienteren Brennstoff, verdrängt wurde, verloren viele Holzknechte und Salzarbeiter ihre Arbeit.

„In dieser Zeit kam der Aufschwung des Fremdenverkehrs gerade recht“, sagt Sandgruber. Ischl wurde von den Habsburgern zu einem der weltweit führenden Kurorte gemacht. Mit der Prominenz kamen allmählich viele bürgerliche Sommerfrischler. Ein neuer Wirtschaftszweig erblühte.

Letzlich hat das Salz auch im Agrarland Oberösterreich den wirtschaftlichen Aufschwung gestärkt: Es wurde auf der Traun und später mit der Pferdeeisenbahn nach Norden gebracht. Stadl-Paura, Wels. Enns und Linz profitierten als Umschlagplätze. „Die Wende kam 1526, als Böhmen zum Reich kam und die Habsburger es mit ihrem Salz versorgen wollten“, sagt Sandgruber. Zuvor gehörte der Markt den Salzburger Erzbischöfen mit ihren Salinen in Hallein und Reichenhall; über Passau wurde Böhmen beliefert.

Noch heute gibt das Salz dem gesamten Bundesland eine Würze: Oberösterreich profitiert von der großen Geschichte und Kultur, dem Tourismus und den eigenwilligen Menschen im ehemaligen Kammergut der Habsburger.


Quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/typisch/art120854,921418


 

Salinen Austria reduzieren ihre Wetterfühligkeit

Trotz Absatztief bei Auftausalz wird heuer Gewinn erzielt, Produkte für Industrie und Konsumenten füllen Lücke
EBENSEE. Milde Wintertemperaturen lassen regelmäßig die Gewinnhoffnungen der Erzeuger von Auftausalz einfrieren. Die Salinen Austria haben heuer nur 320.000 Tonnen Streugut, statt geplanter 450.000, an die Straßenerhalter verkaufen können.
Früher wäre damit die Jahresbilanz negativ gewesen, heuer werden wir trotzdem positiv abschließen“, sagt Vorstandssprecher Stefan Maix.
Damit greife die Strategie, die seit dem schwersten Verlustjahr 2007/08 – minus neun Millionen – umgesetzt wird: Ausbau der Produktgruppen, die nicht wetterabhängig sind und höhere Wertschöpfung mit Spezialsalzen. „Es darf nicht sein, dass das teuerste Salz im Delikatessladen nicht von uns ist“, sagt Maix. Steinsalz aus dem Salzkammergut sei ökologisch sinnvoller als vom Himalaja.

Deshalb wurde heuer nach einer Investition von einer Million Euro im Bergwerk Altaussee der Abbau von Steinsalz gestartet, das in verschiedenen Granulierungen und edlen Verpackungen im Bereich Wellness und Genuss angeboten wird: ungemahlenes Natursalz, Kräutersalzmischungen, Peelingsalz etc. „Wir haben dafür eine Manufaktur neu aufgebaut. Natursalz hat tolles Potenzial“, sagt Magdalena Lahninger von der Salinen AG.

Produkte für Konsumenten
Solche und ähnliche Produkte für Endverbraucher gibt es auch im Internet und in den Shops in den drei Schaubergwerken und in der Ischler Innenstadt, die mit 400.000 Besuchern im Jahr ebenfalls eine wichtige Sparte sind. Im Absatz stärker ins Gewicht fallen die Salze für die Chlorchemie (120.000 Tonnen im Jahr) und die ebenfalls jungen Sparten Pökelsalz (15.000 Tonnen im Jahr für die Fleischwirtschaft) und Wasserregenerierung.

Weil wetterbedingt viel Auftausalz auf Lager ist, wird die Produktion heuer im Sommer um rund 60.000 Tonnen zurückgenommen (insgesamt 1,1 Millionen; vor zehn Jahren waren es erst 600.000). Der Umsatz des mit 30. Juni endenden Geschäftsjahres 2011/12 werde deshalb mit 106 Millionen Euro nur eine Million höher sein als im Vorjahr. Der Mitabeiterstand ist auf 470 leicht gestiegen, inklusive der ausländischen Vertriebstöchter.

Die wichtigen Exportmärkte sind Italien und die mittelosteuropäischen Länder. Noch immer nicht gelungen ist der Erwerb der staatlichen rumänischen Saline. „Salrom bietet ideale Voraussetzungen für Synergien“, sagt Maix. Der Staat habe sich noch nicht zur Privatisierung entschlossen: „Er wird diese aufwendige Produktion nicht aufrechterhalten können. Dann werden wir da sein.“

Quelle:  http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/art15,911869

 

Natursalz aus Altaussee

Die Salinen Austria AG produziert rund 1,1 Millionen Tonnen Siedesalz pro Jahr, aber mit 1.Jänner 2012 auch Natursalz aus der modernsten Anlage der Welt in einem Salzbergbau. Der Spatenstich für die Anlage war am 9. März 2011 erfolgt, 150 Tonnen und mehr vom „Natursalz“ werden in Zukunft in der Aufbereitungsanlage im Salzbergbau Altaussee produziert werden.

Am 26. Jänner fuhren wir mit MitarbeiterInnen der Salinen Austria AG und dem Gemeinderat von Altaussee beim Erbstollen in einer 3,6 km langen Röhre in den Berg ein - bis zum Natursalzstock des Sandling. Hier errichtete die Salinen Austria AG in einer Bauzeit von 9 Monaten eine Anlage mit 17 Meter Höhe. Das Volumen der Halle, die durch die Kristallbildung des Salzes eine sich selbst tragenden Decke hat, füllt mit seinem Aushubmaterial einen 15 km langen Loren-Zug . In diesem Hohlraum steht nun die weltweit modernste Anlage für Natursalz-Aufbereitung zur Gewinnung von grob gemahlenem Bergkern. 24 Arbeitsplätze schafft die Natursalzproduktion, in Altaussee für Abbau und Aufbereitung, in Ebensee zur Konfektionierung und Veredelung und in den Salzwelten-Shops, in denen Produkte wie „Ausseer Rauchsalz“, „Sonnengesang“, „Kräutersalz Einklang“ oder „Knoblauchsalz“ verkauft werden.

Der bergmännische Abbau in Altaussee, das Brechen des Salzes, das Sieben und die Reinigung über Magnetabscheidung, die Abfüllung in Big Bags und der Transport nach Ebensee sind Ergebnis von einer 1-Million-Euro–Investition in die Zukunft. Die Salinen Austria AG hat etwa 19 Millionen Euro in den letzten zehn Jahren in den Bergbau Altaussee investiert, 23 neue Sonden, € 2,5 Millionen in den Tourismusbereich der „Salzwelten“ und eine Schlammversatzanlage wurden errichtet. 67 Arbeitsplätze und möglicherweise (wieder) mehr, erklärt Mag. Stefan Maix, Vorstandsvorsitzender der Salinen Austria AG gibt es im Salzbergbau Altaussee.

Die Salzbergbaue Salzkammergut stehen unter der Leitung von Dipl.Ing. Csanda Kiss. Er verwies am 26. Jänner 2012, bei der Einweihung der Anlage, auf das besondere Know-How, das dahinter steckt. Der Forschungsauftrag an die Montanuniversität Leoben vergeben, wurde mit Univ.Prof. Flachberger zu einem Erfolg für den Salzbergbau. Was in den unterschiedlichsten Produktionsstätten in Manufaktur von Claudia Hagen und ihren MitarbeiterInnen für die „Salzwelten“ als Mitbringsel begonnen hat, kann nun von einer Brechmaschine mit 7 Tonnen-Leistung pro Stunde und der Magnetabscheidung mit 1-Tonnenleistung pro Stunde erledigt werden.

Die technischen Daten der neuen Natursalz-Aufbereitungsanlage lassen eine Erweiterung der Produktion zu. „Kostbares rund ums Salz“ wie Bergkern pur oder mit Blüten, Kräutern, für Peeling oder als Bad Ischler Selection Bergkristallsalz, gilt im Handel als Premium-Produkt. Bergkernsalz kann als Lebensmittel wesentlich mehr. Der Hype um Himalaya-Salz und Co war und ist nicht ganz unbegründet, denn „Natursalz“ ist zum einen schadstofffrei, dafür sorgten 250 Millionen Jahre Konservierung und zum anderen enthält es einige Mineralstoffe, für Gesundheitsbewusste ist es ein Lebensmittel der besonderen Art. Kurze Lieferwege sprechen aber eindeutig für das Bergkern-Salz aus dem Salzkammergut.
Bei der Einweihung segnete der Ausseerland Pfarrer Mag. Edmund Muhrer mit dem Hinweis auf das Alte Testament, das da, wo Wasser und Salz auch Leben ist. Das „Weiße Gold“ galt über Jahrhunderte als Lebensgrundlage der Region und nicht nur im alttestamentarischen Sinn ist es das auch heute noch.

Quelle:  http://www.arf.at/wordpress/?p=39504

 

Bohrung im Hallstätter See

Prähistorische Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt
Internationales Forscherteam führt Bohrungen am Seegrund durch und sucht nach Hinweisen auf urzeitliche Umweltbedingungen
Linz - Forscher wollen mit Hilfe von Bohrungen in den Sedimenten des Hallstätter Sees mehr über die Umweltbedingungen der vergangenen Jahrtausende herausfinden. Im Rahmen des Projektes "Hall-Impact" soll von 7. bis 11. Mai ein internationales Forscherteam von einer Plattform in der Mitte des Gewässers aus die Sedimente 100 Meter unter dem Wasserspiegel unter die Lupe nehmen, wie das Naturhistorische Museum Wien (NHM) ankündigte.

400 Meter oberhalb der Bohrstelle liegt das älteste Salzbergwerk der Welt, wo bereits vor über 3.500 Jahren Steinsalz in nahezu industriellem Ausmaß abgebaut wurde. Das Salzkammergut erlebte damals einen prähistorischen Wirtschaftsboom und gab sogar einer ganzen Epoche ihren Namen. Besonderes Augenmerk legen die Forscher daher auf die Zeit zwischen 2.000 vor Christus und der Zeitenwende. Sie wollen herausfinden, welche Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt es bereits damals gab. Fest steht, dass bedeutende Klimaschwankungen auftraten.
Quelle:  http://derstandard.at/1334796877801/Bohrung-im-Hallstaetter-See-Praehist...

 

Nuklearmediziner erwarten mehr Schilddrüsen­erkrankungen

Bremen – Die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin erwartet mehr Schilddrüsen­erkrankungen in Deutschland. Nachdem in den vergangenen Jahren die Jodversorgung der Bevölkerung in Deutschland besser geworden sei, zeichne sich nun eine Verschlechterung der Situation ab.
Derzeit verwenden laut der Fachgesellschaft 75 bis 80 Prozent der Privathaushalte jodiertes Speisesalz. Auch die Lebensmittelindustrie setzte es bei der industriellen Herstellung in der Vergangenheit verstärkt ein. „Die Jodversorgung der deutschen Bevölkerung erreichte so im Jahr 2007 einen Stand, der die Weltgesundheits­orga­nisation dazu veranlasste, Deutschland von der Liste der Länder mit unzureichender Jodversorgung zu streichen“, so die Fachgesellschaft.
Besonders im Bereich der Nahrungsmittel-verarbeitenden Industrie nimmt die Verwendung von jodiertem Speisesalz inzwischen aber wieder ab. Grund ist die zunehmende Internationalisierung der Lebensmittelindustrie. Großfirmen, die für den internationalen Markt produzieren, möchten ihre Produkte kostengünstig herstellen und sind dafür darauf angewiesen, identische Produkte für den gesamten Markt zu produzieren. Die einheitliche Verwendung von jodiertem Speisesalz ist für sie aufgrund der in den unterschiedlichen Ländern stark variierenden, gesetzlich empfohlenen Obergrenze der Jodaufnahme nicht möglich.
In der Folge verschlechtert sich die Jodversorgung auch in Deutschland. Laut der Fachgesellschaft sind besonders jüngere Frauen mittlerweile oft unterversorgt.
Die Nuklearmediziner rechnen daher mit mehr Schilddrüsenvergrößerungen und mehr sogenannten heißen Knoten und einer daraus resultierenden Schilddrüsenüberfunktion. Eine reduzierte Jodversorgung der Bevölkerung könne zudem dazu führen, dass Schilddrüsenkrebs häufiger auftrete.

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/49908

 

EBENSEE. In den vergangenen Tagen wurde auf Österreichs Straßen Salz gestreut wie selten zuvor. Doch die Monate Dezember und Jänner waren so schneearm, dass die Salinen Austria AG heuer auf einem Streusalzberg sitzenbleibt.

Am Dienstag wurden in Oberösterreich 1744 Tonnen Streusalz ausgebracht. Doch das reicht nicht, um die schlechten Streusalzabsätze in den Monaten zuvor auszugleichen. Bis zu 70.000 Tonnen Streusalz setzen die Salinen Austria in schneereichen Wintern alleine in Oberösterreich ab. Vorstandsvorsitzender Stefan Maix rechnet heuer mit deutlich weniger. „Nachfrageschwankungen gehören aber zu unserem Geschäft“, sagt er.

Derzeit beträgt die Streusalzjahresproduktion in Ebensee 1,13 Millionen Tonnen. Weil die Lager jetzt voll sind, ist für Sommer eine Drosselung der Produktion um rund 100.000 Tonnen geplant. „Wir schaffen das ohne Einschnitte beim Personalstand“, verspricht Maix.

Um die Abhängigkeit vom Streusalz (und damit von der Witterung) zu reduzieren, arbeitet der Konzern seit einigen Jahren konsequent daran, sowohl die Absatzmärkte als auch die Produktpalette zu erweitern. Das weiße Gold aus dem Salzkammergut wird (als Streusalz, Industriesalz, Speisesalz und in anderen Formen) mittlerweile bereits in neun europäischen Ländern vermarktet.

Jüngste Offensive ist der Ausbau der Steinsalzproduktion. Dafür wurde vor einigen Tagen im Altausseer Stollen eine neue Produktionsanlage für rund eine Million Euro in Betrieb genommen. Sie ermöglicht es, jährlich bis zu 300 Tonnen hochwertiges Steinsalz ohne Sprengungen aus dem Berg zu holen und zu zermahlen, das als „Bergkristallsalz“ im Lebensmittelhandel vermarktet wird. Mit der Natursalzproduktion sind 24 Arbeitsplätze verbunden.

Quelle:  http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/art71,815634

 

 

Kältewelle: Wem es warm ums Herz wird

... Die eisigen Temperaturen laden nicht unbedingt zum Shoppen ein. Einige Branchen profitieren dennoch. Vor allem bei Reparaturdiensten aller Art klingeln die Kassen.

Den Salinen hat die Kälte die Suppe ordentlich versalzen. „In einem guten Monat setzen wir 150.000 Tonnen Salz ab. Im Dezember waren es nur 50.000 Tonnen, im Jänner 70.000 und auch der Februar hat wegen der trockenen Kälte schwach begonnen“, sagt Stefan Maix, Vorstandschef der Salinen Austria.

Ähnlich geht es den heimischen ­Gasversorgern. Die EVN verkauft im Februar zwar um rund 25 Prozent mehr Gas, kann dadurch aber kaum den schwachen Herbst ausgleichen: „Insgesamt ist der Verbrauch noch geringer als im Vorjahr“, sagt EVN-Sprecher Michael Kovarik.

Der Einzelhandel hat Glück: Die Kältewelle fällt fast punktgenau auf die Semesterferien, in denen die meisten Konsumenten ohnehin auf Urlaub sind. Zu den Gewinnern zählen jetzt Textil-, Schuh- und Sportartikelhändler, die im Weihnachtsgeschäft ob der warmen Temperaturen durch die Finger geschaut haben. Zurück gehen in diesen Tagen die Spontankäufe. Spuren in den Bilanzen hinterlässt eine zweiwöchige Kältewelle laut Roman Seeliger, stellvertretender Geschäftsführer der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer, aber nicht.

Quelle:  http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/branchen/kaeltewelle-wem-es-warm-ums-herz-wird-506749/index.do

 

 

25.000 Tonnen Streusalz bis jetzt verbraucht

Insgesamt rund 25.000 Tonnen Salz hat der Winterdienst in Oberösterreich in dieser Saison bisher verbraucht. Obwohl der Bedarf in den vergangenen Tagen enorm gewesen sei, habe man noch mehr als 42.000 Tonnen auf Lager.

Der für Temperaturen jenseits von minus zehn Grad unübliche Schneefall erschwere die Arbeiten, so der zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl (ÖVP).

Da das Auftausalz bei der derzeit kalten Witterung nicht die gewünschte Wirkung entfalte, werde eine besondere Salz-Sole-Mischung auf die Straßen aufgetragen. „Dadurch wird die Gefriertemperatur unter die der Fahrbahntemperatur gesenkt“, sagte der Landeshauptmann-Stellvertreter.

Quelle:  http://ooe.orf.at/news/stories/2520170/

 

Kampf der Salzstreuer

 

Die Salinen haben das Millionengeschäft für Streusalz fest in der Hand. Konkurrenten klagen über Ausschreibungen, die auf einen Lieferanten zugeschnitten sind

Die Salinen haben das Millionengeschäft für Streusalz fest in der Hand. Konkurrenten klagen über Ausschreibungen, die in Österreich auf einen Lieferanten zugeschnitten sind. Fehlender Schnee im Osten drückt die Umsätze.

Wien - Rudolf Größbauer bewegt sich in Österreich auf glattem Eis. Der Salzburger handelt seit 30 Jahren als Konkurrent der Salinen AG mit Streusalz. 18 Millionen Euro setzt er um, überwiegend rund um Österreich. Im eigenen Land sieht er sich jedoch auf der Strecke bleiben, obwohl sein Auftausalz günstiger ist als jenes der Salinen.

Größbauer erhebt schwere Vorwürfe: Die österreichischen Ausschreibungen würden völlig einseitig auf einen Lieferanten zugeschnitten, sagt er im STANDARD-Gespräch - auf die Salinen, die mehrheitlich in Besitz des Industriellen Hannes Androsch und Raiffeisen stehen. Etliche Gerichtsverfahren hat er deswegen schon ausgefochten. In Brüssel prüft die EU-Kommission derzeit eine Beschwerde seiner Salzvertrieb GmbH. Es könne nicht sein, dass die Politik den Markt derart im Griff habe. Das sei kein freier Wettbewerb. "Ich höre nicht auf, dafür zu kämpfen."

Rund 400.000 Tonnen Salz landen jeden Winter auf Österreichs Straßen. Eine Tonne kostet 85 bis 90 Euro. Fast 80 Prozent liefern die Salinen. Es ist Siedesalz, das mit hohem Energieaufwand durch die Eindampfung konzentrierter Sole entsteht. Größbauer handelt mit Steinsalz: Es wird mit geringeren Kosten im Bergbau gewonnen, vor allem in Deutschland und Osteuropa, und es ist in den meisten europäischen Ländern im Einsatz.

Bei flächendeckender Verwendung sei es aufgrund niedrigerer Produktionskosten um ein Viertel bis ein Drittel günstiger als Siedesalz, sagt Größbauer, der den Importaufwand mit einrechnet. Österreich könne sich damit jährlich im Kampf gegen Glatteis mehr als 20 Millionen Euro ersparen.

Bei den Salinen ist man empört. Konzernvorstand Stefan Maix: "Es gibt kein Monopol und keine Absprachen." Ein derartiger Vorwurf sei ein starkes Stück. Der Wettbewerb sei nicht unlauter, sondern "hart aber fair". Die ausschreibenden Stellen wie die Autobahngesellschaft Asfinag hielten sich erpicht an die Spielregeln.

Siedesalz sei pro Tonne nur um zehn bis 15 Euro teurer. Die höhere Effektivität und Effizienz rechtfertigten den Preisabstand, das belegten Studien. Auch sei die Ausstattung der Winterdienste nicht auf Steinsalz ausgerichtet. Andere in der Branche sprechen von bezahlten Gutachten. Bei der Wirksamkeit der zwei Salze gebe es keine Unterschiede, sagen Größbauer wie deutsche Steinsalzanbieter.

"Für unsere Zwecke hat sich das Siedesalz als besser erwiesen", erklärt Heimo Maier-Farkas, der für die Autobahnmeistereien der Asfinag verantwortlich ist, die davon jährlich 100.000 Tonnen ausbringen. Seit der Engpässe in den vergangenen Jahren sei die Asfinag um weitere Lieferanten neben den Salinen bemüht. Zu groß sei die Gefahr, bei Knappheit in strengen Wintern auch bei gültigen Verträgen nicht ausreichend versorgt zu werden, ergänzt man beim Städtebund. Zumal es ja auch um Haftungsfragen gehe. Die Ausschreibungen seien daher "sicher nicht auf einen einzigen Anbieter" zugespitzt. Viel zu holen war für die Streusalzbranche, die schwer im Kreuzfeuer der Umweltschützer steht, diesen Winter bisher jedenfalls nicht. In Ostösterreich fehlt der Schnee, die aufgestockten Lager sind voll. Um 100.000 Tonnen sei man hinter dem Verbrauch des Vorjahres, seufzt Maix. "Wir werden die Produktion heuer zurückfahren müssen." Verlust in der Bilanz gebe es dennoch keinen. (Verena Kainrath, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28./29.1.2012)

Quelle:  http://derstandard.at/1326503979519/Wettbewerb-Kampf-der-Salzstreuer

 

Tennengau plant Erlebniswanderweg für Sommer

Während die Wintersaison voll im Gang ist, denken die Touristiker im Tennengau bereits an die Verbesserung ihres Sommerangebotes. Geplant ist ein neuer Erlebniswanderweg zum Thema Salz von Oberösterreich durch den Tennengau bis weit nach hinein Bayern.

„Salz-Alpensteig“ soll der neue Wanderweg heißen. Er ist ein gemeinsames Produkt von Tennengauer, oberösterreichischen und bayerischen Touristikern, sagt der Tennengauer Tourismuschef Franz Pölzleitner.

„Der Start ist am Hallstättersee, dann geht es durch den Tennengau bis zum Königssee und weiter zum Chiemsee. Wir wissen, dass die meisten Urlauber aus Deutschland Genuss-Wanderer sind. Die sind nicht auf schwere Touren oder Gipfel eingestellt und genau diese Gruppe wollen wir auch ansprechen. Auf bestehenden Wanderwegen wird eine Verbindung geschaffen“, so Pölzleitner.

Erster grenzüberschreitender Premium-Wanderweg

Von Bad Goisern (OÖ) kommende führt der Weg im Tennengau von Russbach über Abtenau, Golling, Scheffau, Kuchl bis Hallein und dann weiter ins Berchtesgadener Land. Der Salz-Alpensteig wird der erste grenzüberschreitende Premium-Wanderweg in den Alpen. Für so einen Premium-Wanderweg müssen insgesamt 34 Kriterien erfüllt werden.

„Es muss ein Mittelgebirgswanderweg sein, Bänke und schöne Aussichtspunkte, eine dementsprechende Beschilderung und die Wegbeschaffenheit muss dieser Zielgruppe angepasst sein. Es kann nicht ein schwieriger Steig sein - das sind einmal die Grundvoraussetzungen.“

Gleichzeitig werde das ganze auch noch ein Erlebnis-Wanderweg zum Thema „Salz“, sagt Pölzleitner: „Keltenmuseum in Hallein oder die Salzwelten in Hallstatt, das sind wichtige Erlebnispunkte für unsere Gäste. Wir wollen sie von der schönen Natur auch auf die kulturellen Highlights unserer Region aufmerksam machen und auch dort hinführen.“ Knapp eine Million Euro wird der Salz-Alpensteig kosten. 60 Prozent davon kommen aus EU-Förderungen. Fertig sein soll er Ende 2013.

Quelle:  http://salzburg.orf.at/news/stories/2516023/

 

Modesalze – gesundheitlicher Nutzen umstritten

Sie heißen Sel de Guerande, portugiesisches Meersalz, Maldon Sea Salt oder Himalayasalz und Alpensalz: Modesalze kommen nicht nur in der Spitzengastronomie immer mehr in die Pfannen und Töpfe, sondern werden auch am heimischen Herd verstärkt eingesetzt. Die chemische Zusammensetzung dieser Edelsalze ist nicht anders als beim klassischen Speisesalz. Denn beide bestehen zu 98 bis 99 Prozent aus der Verbindung von Natrium und Chlorid. Der kleine Rest sorgt also für die geschmacklichen Unterschiede oder für die eventuell gepriesenen gesundheitlichen Vorteile. So groß die Unterschiede zumindest bei den Namen sein mögen, der salzige Geschmack ist allen gemein. Dabei reagieren die Geschmacksrezeptoren in der Zunge nicht direkt auf das Salz. Erst nach Auflösung mit Wasser oder Speichel sind die einzelnen Ionen verfügbar und schmeckbar. Himalayasalz ist beispielsweise bekannt dafür neben Natriumchlorid auch Eisenchlorid zu enthalten. Ab einer bestimmten Menge und Konzentration kann der Mensch die Eisenchloridionen schmecken. Jedoch sind auch im herkömmlichen Salz ausreichend Eisenionen vorhanden. Zudem ist das im Alpen- und Himalayasalz enthaltene Eisen in deutlich größeren Mengen in rotem Fleisch, Nüssen, Eiern und Vollkornprodukten zu finden. Das Spurenelement Eisen ist wichtig für den Sauerstofftransport im Blut und die Funktion der Enzyme. Ernährungswissenschaftler verweisen jedoch darauf, dass solche Spurenelemente besser über andere Nahrungsmittel als Salz aufgenommen werden sollten. Der durchschnittliche Salzkonsum liegt nämlich schon jetzt über den Empfehlungen von Fachgesellschaften in Höhe von fünf bis sechs Gramm pro Tag. Um die Spurenelemente und Mineralstoffe in ausreichender Menge aufzunehmen, wären deutlich höhere Mengen an Salz nötig.

So umstritten der gesundheitliche Mehrwert bei den Modesalzen ist, so eindeutig ist er beim klassischen Speisesalz. Denn dieses wird mit Zusatzstoffen versetzt, die im natürlichen Zustand des Salzes nicht vorhanden sind. So bietet selbst eine gesunde und ausgewogene Ernährung nicht genügend Fluorid, Jod und Folsäure. Deshalb wird Speisesalz nach Empfehlung der Gesellschaften für Ernährung in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusätzlich mit Fluorid angereichert. Das hinzugefügte Fluorid hat einen ganz praktischen Nutzen für die Zahngesundheit. “Beim Essen ist die Kariesgefahr am größten. Das Fluorid, welches im Speisesalz enthalten ist, schützt vor zahnschädlichen Bakterien und Säureattacken”, erläutert Carsten Öztan von der Zahnklinik Berlin. Verbraucher sollten aus diesem Grund zu Speisesalz mit der Bezeichnung “Jodsalz mit Fluorid” greifen. Hierzulande gibt es dieses fluoridierte Speisesalz ausschließlich in der Kombination mit Jod. Jod unterstützt die Schilddrüsengesundheit. Die geschmacklichen Unterschiede zwischen klassischem Speisesalz und den Modesalzen sind gering. Zur Deckung des täglichen Salzbedarfs auch im Sinne der Kariesprophylaxe sollte in der Menge von maximal fünf bis sechs Gramm zu fluoridiertem Speisesalz gegriffen werden. Carsten Öztan von der Zahnklinik Berlin erkennt aber auch den Reiz der Modesalze: “Natürlich können Verbraucher auch gern gelegentlich Modesalze verwenden. Schließlich sorgen die allein aufgrund ihrer besonderen Farben manchmal für schöne optische Effekte. Doch für die Gesundheit reicht das herkömmliche Speisesalz.”

Quelle:  http://www.oxmarketing.de/modesalze-gesundheitlicher-nutzen-umstritten/

 

Salinen Austria AG mit drei Mio. Euro Gewinn

Der österreichische Salzproduzent Salinen Austria AG hat das Geschäftsjahr 2010/11 mit einem Gewinn (Jahresüberschuss) von drei Millionen Euro abgeschlossen. Im Geschäftsjahr davor hatte das Unternehmen – nach einem außerordentlichen Verlust von 7,9 Mio. Euro – im Konzern 1,6 Mio. Verlust ausgewiesen.

Der Umsatz der Salinen Austria AG stieg von 101,5 auf 102,5 Mio. Euro, geht aus der im Amtsblatt der “Wiener Zeitung” veröffentlichten Bilanz hervor. Das Betriebsergebnis der hundertprozentigen Tochter der Salinen AG ist demnach von 4,5 Mio. Euro 2009/10 auf 3,7 Mio. Euro 2010/11 zurückgegangen. Das Ergebnis der Gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) fiel von 6,3 Mio. Euro auf 3 Mio. Euro. Die Salinen AG wird mehrheitlich von Hannes Androsch und der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich gehalten.

Quelle:  http://www.austria.com/salinen-austria-ag-mit-drei-mio-euro-gewinn/apa-1136254158

 

 

Winter kann kommen

Salinen Austria AG steigerte heuer Produktion von Auftausalz Maix: Die Lager unserer Kunden sind prall gefüllt

EBENSEE — „Wir und unsere Kunden sehen dem kommenden Winter nicht gelassen, aber doch gut vorbereitet entgegen“, sagt Stefan Maix, Vorstandsvorsitzender im Gespräch mit dem VOLKSBLATT. Das Unternehmen hat aus den Lieferengpässen des vergangenen Winters gelernt und sich so gut wie möglich vorbereitet. Schließlich sei die Witterung unberechenbar.

So konnte die Salinen Aus- tria AG die Produktion um 30.000 auf nunmehr 1,116 Mio. Tonnen steigern. „Dies half uns, die leeren Lager rasch zu füllen. Derzeit befinden sich mehr als 260.000 Tonnen Auftausalz in unseren Hallen in Ebensee“, erläutert der Firmenchef. Gemeinsam mit den Kunden habe man die Voreinlagerung größtenteils abgeschlossen, so dass auch die Abnehmer wie etwa das Land OÖ mit vollen Salzlagern in die kommende Wintersaison gehen würden.

Das Unternehmen mit Sitz in Ebensee erzielte im Geschäftsjahr 2009/10 mit 467 Mitarbeitern einen Umsatz von 109,2 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 5,7 Mio. Euro.

Quelle:  http://www.volksblatt.at/index.php?id=80629&MP=61-9398

 

Thermenmanager bauten eigenhändig Salz in Altausseer Bergwerk ab

Robert Rogner jr., Betreiber des oststeirischen Hundertwasser-Bades Blumau, und seine Mitarbeiter haben am Mittwochnachmittag im Bergwerk von Altaussee eigenhändig Salz abgebaut.

Das Team kämpfte sich bis zu drei Kilometer im Stollen voran und arbeitete mit traditionellen Gerätschaften und Methoden. Unterstützt wurde das Hotelteam von professionellen Bergleuten.

Die Aktion ist Teil einer Kooperation zwischen dem Rogner Rad und den Salinen Austria, die erstmals einem Privaten den Salzabbau gestatteten. "Durch den eigenhändigen Abbau wird der Wert des Steinsalzes für uns und folglich auch für unsere Gäste erst richtig begreifbar", begründete Rogner seine Motivation. In Blumau wird das Salz aus Altaussee sowohl kulinarisch verwendet als auch im Wellnessbereich.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/liezen/altaussee/2884731/thermenmanager-bauten-eigenhaendig-salz-altausseer-bergwerk-ab.story

Streusalzhalle am Hafen Wien kostete 4,5 Millionen Euro - Sima: Stadt gegen internationale Engpässe gerüstet

Wien - Am Montag wurde am Gelände des Wiener Hafens Europas größte Lagerhalle für Streusalz eröffnet. In dem 4,5 Millionen Euro teuren Bau können bis zu 25.000 Tonnen Salz gebunkert werden. Damit hätten etwaige Engpässe am internationalen Salzmarkt keinerlei negative Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit in der Bundeshauptstadt, freute sich Umweltstadträtin Ulli Sima in einer Pressekonferenz.

Die Aufstockung sei insofern nötig geworden, da der Salzbedarf in den vergangenen Jahren gestiegen sei, hieß es. Gleichzeitig habe man allerdings den Verbrauch von Streusplitt stark reduziert, wurde betont.

Verdopplung der Lagerkapazität

Dank des neuen Depots, das innerhalb von sechs Monaten von der stadteigenen Wien-Holding, zu der der Hafen gehört, errichtet wurde, verfügt Wien nun mit insgesamt 45.000 Tonnen über die doppelte Lagerkapazität als bisher. In der bereits bestehenden Halle, die seit 2004 ebenfalls am Hafengelände angesiedelt ist, haben 20.000 Tonnen Salz Platz. Das Streumaterial stamme vorwiegend aus Österreich, hieß es. Angeliefert wird das Streumittel überwiegend per Bahn, im Bedarfsfall aber auch mit dem Schiff oder via Lkw.

Der neue Bau selbst ist 100 Meter lang, 30 Meter breit und zehn Meter hoch. Im Inneren finden sich insgesamt fünf Lagerboxen im Ausmaß von je rund 560 Quadratmetern. Mit einem Förderbandsystem kann die angelieferte Auftauhilfe am jeweils gewünschten Platz abgeworfen werden.

Weitere Silos über Stadt verteilt

Das Depot verschlang bei seiner Errichtung einiges an Material: So wurden beispielsweise 500 Tonnen Eisen und mehr als 3.000 Kubikmeter Beton verbaut. Außerdem beanspruchte die Halle circa 10.000 Quadratmeter Schalung, was einer Fläche von zweieinhalb Fußballfeldern entspricht.

Zusätzlich zu den Lagerkapazitäten am Hafen Wien stehen der Magistratsabteilung 48, die für den Winterdienst zuständig ist, noch weitere Silos und kleine Hallen zur Verfügung. Sie sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt und fassen insgesamt noch einmal rund 7.000 Tonnen Streusalz.

Schlägt der Winter in der Bundeshauptstadt zu, kann Wien mit einer bis zu 1.400 Mann starken Truppe aufwarten, die sich der weißen Pracht annimmt. Im Volleinsatz verfügt die "48er" über 382 Streu- und Räumfahrzeuge, mit denen 2.800 Kilometer Straßenlänge betreut werden. (APA)

Quelle:  http://derstandard.at/1322872933406/25000-Tonnen-Depot-Europas-groesster-Bunker-fuer-Streusalz-steht-in-Wien

 

Salz ist lebensnotwendig!

Salz spielt eine wichtige Rolle für das Nervensystem, die Verdauung und den Knochenbau. Salz regelt außerdem den Wasserhaushalt. Viele MS-Betroffene neigen dazu, bei Blasenproblemen zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen, das kann auch Folgen für den Elektrolythaushalt haben. Krämpfe und Müdigkeit können die Folge sein.

Für unseren Körper ist Salz genauso wichtig wie Wasser. Salz reguliert den Elektrolythaushalt und ist verantwortlich für den osmotischen Ablauf in den Zellen. Die Aufnahme von Salz hat auch eine Aufnahme von Wasser zur Folge und umgekehrt. Unsere Zellen und Organe benötigen Salz um zu funktionieren.
Zusammen mit Kalzium, Magnesium und Kalium ist Natriumchlorid verantwortlich für unseren gesamten Stoffwechsel. Kommt es zu einem Salzmangel, treten Symptome wie Muskelkrämpfe, Schwindel- und Schwächegefühle, Müdigkeit, Schwächung der Knochenstruktur und Kopfschmerzen auf. Salz spielt auch bei Osteoporose eine große Rolle. Deshalb sollten MS-Betroffene, die ein erhöhtes Osteoporoserisiko haben, auf eine ausgewogene Salzzufuhr achten.

Grundsätzlich kann ein gesunder Körper zu viel Salz über den Urin ausscheiden. Trotzdem sollte nicht zu viel Salz aufgenommen werden, da dies einen negativen Effekt auf den Blutdruck haben kann. Menschen mit Leber- und Nierenproblemen oder festgestelltem Bluthochdruck sollten hier besonders vorsichtig sein. Die empfohlene Menge Salz liegt bei 6 Gramm pro Tag, was ungefähr einem Teelöffel entspricht. Viel Salz versteckt sich in Fertigprodukten und Fastfood. In natürlichen Lebensmitteln kommt Salz nur in geringen Mengen vor. Wer selbst kocht und vorsichtig mit Käse-, Schinken-, Wurst und eingelegten Produkten umgeht, kann bedenkenlos sein Frühstücksei salzen.

Das Angebot an verschiedenen Salzen ist überwältigend. Von Meersalz über Himalaya-Salz, Steinsalz, Kalahari-Salz und Fleur de sel reicht die Bandbreite. Einige sollen sogar eine heilende Wirkung haben. Salz besteht jedoch zu 97 Prozent aus Natriumchlorid. Die restlichen drei Prozent sind verschiedene Spurenelemente und Mineralien. Rechnet man diese drei Prozent auf die empfohlene Tagesdosis von ca. einem Teelöffel um, kann die heilende Wirkung vernachlässigt werden. Geschmacklich gibt es feine Unterschiede. Preislich können die Unterschiede ebenfalls groß sein. Beim Fleur de sel ist bspw. die Gewinnung sehr aufwendig. Die Blume des Salzes entsteht durch Verdunstung. Auf der Wasseroberfläche bildet sich eine dünne Salzschicht, die mit der Hand abgetragen wird. Dieses Salz enthält viel Magnesium und soll milder schmecken.

Das hierzulande hergestellte Salz ist meist mit Jod, Fluorid und Folsäure zusätzlich versetzt und deshalb aus gesundheitlicher Sicht zu empfehlen. Fluorid schützt die Zähne, Jod ist hilfreich bei Schilddrüsenproblemen und Folsäure kann Missbildungen des Kindes in der Schwangerschaft vorbeugen.

Exotische Salze, wie Kalahari- und Himalaya-Salz, haben einen langen Transportweg hinter sich. Mit Blick auf die Umwelt, Gesundheit und den Geldbeutel ist unser hiesiges Salz deutlich im Vorteil.

Beim Kochen hat Salz, neben dem geschmacklichen Aspekt noch einen ganz anderen Zweck. Wie auch in unserem Körper gilt bei der Verwendung von Salz beim Kochen das osmotische Prinzip – es wird ein Ausgleich hergestellt. Deshalb ist folgendes zu beachten:
  • Damit das Gemüse beim Kochen nicht seinen Geschmack verliert, muss es in Salzwasser gekocht werden. Ohne Salz würde das Wasser dem Gemüse, das einige osmotische Salze enthält, diese entziehen, um den Ausgleich herzustellen. Das Gemüse verwässert und schmeckt fade. Genauso verhält es sich mit Nudeln.
  • Eine geschmacklich gute Fleischbrühe gelingt nur in ungesalzenem Wasser. Die Zellen im Fleisch nehmen Wasser auf. Durch den entstandenen Druck platzen die Zellen und der Inhalt ergießt sich ins Wasser.
  • Um ein saftiges Siedefleisch zu erhalten, muss es in gesalzenem Wasser gekocht werden. Hat das Salzwasser den gleichen Salzgehalt wie das Fleisch treten kaum Saft und Aroma aus.
  • Beim Braten das Fleisch nur ganz kurz vorher salzen oder danach. Gesalzen würde das rohe Fleisch schon nach einer viertel Stunde Wasser und Geschmack abgeben.
  • Fisch und Fleisch werden saftig und schmackhaft, wenn sie in einer Salzkruste gebraten werden. Das Salz wirkt isolierend.

Salz ist für eine gesunde Ernährung unverzichtbar. Doch auf die richtige Menge kommt es an. Gerade MS-Betroffene sollten auf eine ausgewogene Salzzufuhr achten.

Quelle:  http://www.aktiv-mit-ms.de/aktiv-leben/exklusiv/saisontipps/gesunde-ernaehrung-wieviel-salz-und-welches/

 

 

Salz und Speck aus der Urzeitindustrie:

Im Hallstatt gab es schon vor 3.500 Jahren ein großes Produktionszentrum mit faszinierenden technischen Innovationen

Österreichische Archäologen stoßen im Berg auf immer neue Erkenntnisse über den Bergbau der Bronzezeit.

Ein schneereiches Hochtal fernab von Verkehrswegen, erreichbar nur über einen 400 Meter hohen Steilhang - abgelegenerer Orte als das Salzbergtal von Hallstatt gibt es wenige. Und dennoch dürfte hier bereits vor 3500 Jahren ein Industriebetrieb entstanden sein, der im Wirtschaftsleben der Bronzezeit weit über Mitteleuropa hinaus eine Schlüsselrolle spielte.

Das vermuten zumindest Archäologen, die unter der Leitung Hans Reschreiters vom Naturhistorischen Museum (NHM) seit 20 Jahren im und rund um das Hallstätter Salzbergwerk graben.

Die wichtigsten Funde der vergangenen Jahre betreffen nicht die eigentliche Hallstattzeit - jene Epoche der älteren Eisenzeit, die etwa 800 v. Chr. begann - sondern die Jahre zwischen 1500 und 1200 v. Chr. Damals gab es bereits einen großen Bergbau in Hallstatt, von dem aus Salz bis in die ungarische Tiefebene, ins heutige Italien und weit nach Norden geliefert wurde. "Hallstatt war ein Global Player mit einer Art Monopolstellung - trotz seiner geografisch ungünstigen Lage", sagt Reschreiter.

Hallstatt dürfte damals im Zentrum eines dichten Handelsgeflechts gestanden sein. So wurden Werkzeugstiele aus Eichenholz und Seile aus Linde gefunden, die in der Region kaum zu finden ist. Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur werden nun die Versorgungswege erforscht.

Und neben der Salzproduktion dürfte es im Bergwerk eine große Schweineveredelung gegeben haben, im Zuge deren hunderte Schweine im Jahr zu Speck verarbeitet wurden. Archäologen haben riesige Wannen gefunden, in denen man 150 Schweine gleichzeitig pökeln konnte, und tausende Knochen von Tieren, die alle das gleiche Schlachtalter aufwiesen. Zur Mästung wurden die Schweine zwei Winter lang durchgefüttert. "Das ging weit über den Eigenbedarf hinaus", sagt Reschreiter. "Weite Bevölkerungsteile der Ostalpen wurden von hier aus versorgt."

Warum wurden die Schweine auf den Berg gebracht und nicht das Salz ins Tal? Die Forscher vermuten, dass verunreinigtes Salzwasser zum Pökeln verwendet wurde und das Fleisch zum Trocknen und Räuchern aufgehängt wurde. Konstante Temperaturen und die rauchende Abluft der im Bergwerk eingesetzten Rauchspäne, boten ideale Bedingungen. Wie viele Menschen dort tatsächlich tätig waren, soll eine Computersimulation der TU Wien eruieren. Schätzungen schwanken derzeit zwischen 30 und 500.

Was Reschreiter am meisten beeindruckt, sind die technischen Innovationen der damaligen Zeit. So etwa Tragsäcke, die nur einen Schulterriemen und auf der anderen Seite einen Knüppel haben, mit denen man 30 Kilo Salz tragen und die man ohne Kraftaufwand entleeren kann. Füllen musste sie allerdings ein anderer Arbeiter, was auf eine klare Arbeitsteilung deutet.

Die im Bergwerk gefundenen Pickel mit langen Stielen und spitzen Winkeln gibt es sonst nirgendwo. Und die Fülltröge bestehen aus einem extrem reißfesten, leichten Holz, das die Natur nur durch einen Trick produziert.

Wenn zwei Tannen nahe beieinander stehen und eine gehackt wird, dann lebt sie weiter, indem sie Nährstoffe von den Wurzeln des anderen Baums bezieht. Doch sie wächst nur noch in die Breite in Form besonders harter Baumstocküberwallungen, aus denen dann die Tröge geschnitten werden. Allerdings dauert der Wachstumsprozess 15 bis 20 Jahre. "Jemand muss einen Baum hacken und dann das Wissen seinen Nachkommen weitergeben. Das ist eine generationenübergreifende Produktionsplanung", sagt Reschreiter, der die Erkenntnis über diese einzigartige Technik noch gar nicht publiziert hat.

Der wichtigste Fund der letzten Zeit ist eine Holzstiege mit Sprossen, die in die Wangen nur eingehängt werden. "Das ist eine einmalige Konstruktion, eine Art Baukastensystem", schwärmt Reschreiter. Die gleiche Stiege kann man für ganz unterschiedliche Neigungen verwenden, sie kann wie ein Ikea-Möbel in Einzelteilen transportiert und vor Ort zusammengebaut und wieder zerlegt werden.

Gebaut wurde diese Stiege laut Analyse des Holzes um 1344 v. Chr., und sie war mehr als ein Jahrhundert in Betrieb. Auch Teile anderer Stiegen zum Ausgleich von Höhenunterschieden wurden tief im Berg gefunden.

Die Stiege weist auch die Zeichen einer Katastrophe auf, die den bronzezeitlichen Bergbau mit einem Schlag beendete. Um das Jahr 1200 v. Chr. verschüttete ein massiver Einbruch von Schotter, Lehm und Baumresten die Stollen. Entweder brachte ein Murenabgang die oberste Decke zum Einsturz, oder die Bergleute stießen selbst an die Oberfläche und lösten damit eine Lawine aus, die kaskadenartig von einer Ebene in die nächste stürzte. Geologen der Universität Erlangen-Nürnberg sind überzeugt, dass dieser Prozess über Wochen oder gar Monate vor sich ging und deshalb niemand zu Schaden kam.

Obwohl der Salzabbau wohl gleich weiterging, lässt sich erst um das Jahr 900 v. Chr. wieder ein Bergbau nachweisen. Dieser nutzte weniger Spezialkonstruktionen, dafür aber ein ausgeklügeltes, sparsames Ressourcensystem, bei dem viele gebrauchte Materialien zum Einsatz kamen.

Sechs bis acht Wochen ist Reschreiters Team jedes Jahr in Hallstatt vor Ort, um unter schwierigsten Bedingungen zu bohren und zu graben. Das Budget von 25.000 Euro im Jahr stammt überwiegend von den Salinen Austria, der kleinere Teil vom Naturhistorischen. Die Salzwelten bieten in der Saison jeden Freitag archäologische Führungen für Besucher.

Reschreiters größte Sorge ist, dass der Zugang zu Stollen, an denen früher gegraben wurde, verlorengeht, weil sie aus Geldmangel nicht erhalten werden. 15.000 bis 20.000 Euro im Jahr würde er von Sponsoren benötigen, damit einzigartige Relikte einer uralten europäischen Industriekultur nicht auf ewig im Berg verschwinden. (DER STANDARD, Printausgabe, 05.10.2011)

Quelle: http://derstandard.at/1317019268250/Salz-und-Speck-aus-der-Urzeitindustrie

 

 

Weniger Salz im Essen wirkt sich kaum auf Gesundheit aus

Eine mäßige Reduktion des Kochsalzkonsums verlängert nicht das Leben und schützt auch nicht vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dies ergab ein Review, das in der aktuellen Ausgabe der «Cochrane Library» veröffentlicht wurde. Ein hoher Salzkonsum gilt als Risikofaktor für Bluthochdruck und damit für Herzerkrankungen.

Um zu testen, ob eine Reduktion der Salzaufnahme das Leben verlängert, führten Professor Dr. Rod Taylor und seine Kollegen von der University of Exeter eine systemische Literaturanalyse durch. Insgesamt sieben Studien mit fast 6500 Probanden flossen in die Metaanalyse ein, davon drei mit normotensiven Personen, zwei mit Bluthochdruck-Patienten, eine mit normotensiven und hypertensiven Probanden sowie eine mit Herzinsuffizienten.

Durch intensive Betreuung konnten die Studienteilnehmer ihre Salzaufnahme im Schnitt geringfügig um 27 bis 39 mmol/24 h senken. Nach mehr als sechs Monaten führte dies zu einer Reduktion des Blutdrucks um 1 bis 4 mmHg. Auf die Mortalität und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatte dies kaum Einfluss. Das relative Risiko für Tod durch alle Ursachen lag für die normotensiven Probanden bei 0,9 in der Salzrestriktionsgruppe im Vergleich zur Kontrolle, für die Hypertensiven bei 0,96. Für die Herz-Kreislauf-Mortalität lag das relative Risiko bei 0,71 für die normotesiven Probanden und bei 0,84 für die Bluthochdruck-Patienten. Bei den Herzinsuffizienz-Patienten erhöhte die Salzrestriktion die Gesamtmortalität sogar um das 2,6-Fache.

Experten bemängeln die geringe Aussagekraft der Metaanalyse: Die Probandenzahl sei zu gering, die Studienpopulation zu heterogen und die erzielte Salzreduktion zu gering. Taylor selbst gibt in der Publikation an, dass Daten von 18 000 Probanden nötig seien, um Gesundheitseffekte nachweisen zu können. Die Forscher fordern große, über einen langen Zeitraum angelegte Interventions-Studien, um die Wirkung von Salzrestriktion auf die Gesundheit abschließend zu klären. (ch)

Quelle: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=38514

 

Nährwert-Infos auf Lebensmitteln ab 2014 Pflicht

Straßburg - Das Europaparlament hat sich auf neue Regeln zur Lebensmittelkennzeichnung geeinigt: In Zukunft sind Angaben über Inhaltsstoffe wie Salz, Fett und Zucker auf den Verpackungen Pflicht.
Verbraucher in der EU sollen so besser über die Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln informiert werden, um gesündere Entscheidungen treffen zu können. Aber auch die Lebensmittelindustrie soll davon profitieren. Mehr als 80 Prozent des europäischen Nahrungsmittelsektors sind kleine und mittlere Unternehmen, für die mehr Rechtssicherheit und weniger Bürokratie besonders wichtig sind.

Nach den neuen Bestimmungen müssen in ganz Europa Kalorien und die wichtigsten Nährstoffe - Salz, Zucker, Kohlehydrate, Eiweiß, Fett und gesättigte Fettsäuren - in Tabellen auf der Verpackung pro 100 Gramm angegeben werden.

Quelle: http://www.agrarheute.com/lebensmittelkennzeichnung

 

 

Eine Metastudie fand keinen Zusammenhang zwischen Salzkonsum und Herztod. Allerdings stützt sich der Befund auf eine relativ kleine Zahl von Probanden. Damit ist die nächste Runde im „Krieg ums Salz“ eröffnet.
Salz ist das „weiße Gold“, ohne es können wir nicht leben – keine Muskelbewegung ohne Salz, kein Nervensignal ohne es –, mit dem Stillen dieses Bedarfs sind viele reich und mächtig geworden. Salz ist aber auch das „weiße Gift“, um es wurden (vermutlich schon die ersten) Kriege geführt, Herrscher pressten mit Salzsteuern ihre Völker aus und zogen sich damit Revolutionen auf den Hals, blutig in Frankreich, gewaltfrei in Indien, Gandhi brachte des Salzes wegen das britische Empire ins Wanken.
Aber ist Salz – schlichtes Kochsalz: Natriumchlorid (NaCl) – auch ganz unmetaphorisch das „weiße Gift“, tötet es, wenn man zu viel davon genießt, bringt es Gefäßkrankheiten mit Herz- und Hirnschlag im Gefolge? Es läge nahe: Salz hält Flüssigkeit im Körper, das erhöht den Blutdruck, der ruiniert Gefäßwände. Soweit die Logik, deren Missachtung allein in den USA 100.000 Tote im Jahr kosten soll, weil dort, wie in vielen anderen Ländern auch, doppelt so viel Salz in den Körper geht, wie der erträgt: zehn Gramm pro Tag (oft versteckt in Fertiggerichten und Knabbereien). Die Weltgesundheitsorganisation WHO will herab auf fünf Gramm, eine Reduktionskampagne folgt der anderen, in New York etwa soll der Konsum um 20 Prozent über fünf Jahre zurückgefahren werden.

„Kein Effekt auf Sterblichkeit“

Aber vielleicht hätte das nicht die erhoffte Wirkung, vielleicht wird die Logik von der Empirie nicht gedeckt: Rod Taylor (University of Exeter) hat aus 2600 publizierten Studien über den Zusammenhang von Salzkonsum und Herzkrankheiten sieben ausgewählt – in ihnen wurden 6250 Patienten oft jahrelang beobachtet – und in einer Metaanalyse ausgewertet: Er fand zwar eine geringe Senkung des Blutdrucks durch reduzierten Salzkonsum, aber „keine starke Evidenz für irgendeinen Effekt auf die Sterblichkeit an Herzkrankheiten“, weder bei normalem noch bei hohem Blutdruck, eine der Studien zeigte gar ein erhöhtes Risiko (American Journal of Hypertension, 5.7.).

Damit ist die nächste Runde im „Krieg ums Salz“ eröffnet. So nannte Science-Journalist Garry Taubes 1998, was in den 1940er-Jahren begann. Damals ersann ein US-Arzt eine salzarme Diät, mit der er Blutdruck senken konnte. In den 1970ern kam das Gegenstück: Viel Salz erhöhe den Blutdruck, Versuche an Ratten und „ökologische Studien“ an Menschen hatten es gezeigt. Aber den Ratten hate man absurde Mengen verabreicht – entsprechend einem Pfund pro Tag bei Menschen –, und bei „ökologischen Studien“ vergleicht man ethnische Gruppen mit – nicht nur im Salzkonsum – ganz unterschiedlichen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten.

Das brachte Zweifel an der Salzgefahr, Studie um Studie wurde ins Gefecht geworfen. „Wenn es je eine Kontroverse um die Interpretation wissenschaftlicher Daten gegeben hat“, schloss Taubes, „dann ist es die um Salz.“ So ist es auch diesmal: Die Salzindustrie jubelt, Francesco Capuccio vom Ernährungszentrum der WHO hält Taylors Befund für irrelevant, weil die Zahl der beobachteten Patienten zu gering ist. Taylor konzediert das und fordert umfassendere Studien, langfristige auf dem Level ganzer Populationen. Bis die da sind, hält man sich, vor allem bei Bluthochdruck, am besten an den Volksmund: „Beim Öl ein Verschwender, beim Essig ein Geizhals, beim Salz ein Weiser!“

Salz und Suchtgifte wirken gleich

Aber kann man weise sein beim Salz? Oder überrennt das Verlangen danach den Willen? Das Bedürfnis ist alt, Säugetiere haben es seit mindestens 100 Millionen Jahren, Salzlecken ist zum Instinkt geworden. Und das Gehirn reagiert extrem rasch darauf: Das Belohnungszentrum wird aktiv – und das Lecken eingestellt –, noch bevor das Salz aus dem Darm in den restlichen Körper gelangt ist. Das hat vermutlich den Sinn, dass Tiere nicht zu lange an Salzquellen verweilen (und leichte Beute für Räuber werden).

Dieser alte Mechanismus wurde viel später von anderen Stoffen okkupiert: Wolfgang Liedtke (Duke University) hat an Mäusen analysiert, welche Gene im Gehirn aktiviert werden, wenn Salz fehlt. Er ist im Hypothalamus fündig geworden, und „überraschenderweise“ bei Genen – für Dopamin etwa –, die man aus anderen Zusammenhängen kennt. Sie werden aktiviert, wenn Süchtigen ihre Gifte fehlen: Opiate und Kokain. Und wenn man sie blockiert, kann man, wieder an Mäusen, den Salzhunger abstellen (Pnas, 11.7.).

Seit 100 Millionen Jahren haben Säugetiere Bedarf nach Salz – Natriumchlorid, NaCl –, der Mensch stillt den seinen seit Jahrtausenden aus den gleichen Quellen: Man lässt Meerwasser verdunsten oder kocht es aus; man gräbt Steinsalz aus den Bergen oder spült es heraus. Wem beide Quellen fehlen, der behilft sich mit Tieren – die Massai zapfen ihren Rindern salzhaltiges Blut ab – oder Pflanzen, die Maya verbrannten salzhaltige Bäume.

„Salzig“ ist eine der fünf Geschmacksrichtungen, die wir wahrnehmen können, die anderen sind „süß“, „sauer“, „bitter“ und „umami“.Wie wir diese wahrnehmen, ist geklärt, beim Salz weiß man es noch nicht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.07.2011)

Quelle: http://diepresse.com/home/science/677112/Ernaehrung_Neue-Runde-im-Krieg-...

Ungarn verabschiedet «Hamburger-Steuer»

Zuviel Zucker, Salz, Koffein oder Kohlenhydrate? Diese sündigen Lebensmittel werden in Ungarn künftig mit einer sogenannten «Hamburger-Steuer» belegt. Mit grosser Mehrheit hat das Parlament in Budapest eine Steuererhöhung für «ungesunde» Lebensmittel verabschiedet.
Ab September müssen Konsumenten dann für beispielsweise einen Liter Cola fünf Forint (zwei Rappen) mehr zahlen, 250 Forint (1,13 Franken) für einen Liter sogenannter Energy-Drinks. Bei Kuchen und Biskuits schlägt die Steuer mit 100 bis 200 Forint (0,45 bis 0,9 Franken) zu Buche.

"Studien haben gezeigt, dass in den vergangenen Jahren es in Ungarn einen Anstieg von Gesundheitsbeschwerden gab, die mit dem übermässigen Konsum von Fett und Salz zusammenhängen», sagte Wirtschaftsminister Gyorgy Matolcsy.

Die neue Steuer soll aber nicht nur die Konsumenten von ungesunden Lebensmitteln abhalten, sondern auch die Staatskassen füllen.

Quelle: http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/07/12/Vermischtes/Un...

 

Saline Hall: Zeitzeugen erinnern sich

Seit 1967 ist der Salzabbau, der Hall einst zu einer der reichsten Städte Tirols gemacht hatte, Geschichte. Im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts des Haller Stadtmuseums wurden die Erinnerungen der Salinenbediensteten gesammelt. Die letzten, die den Salzsee sahen

Um die 55 Jahre alt sind jene Haller heute, die mit der letzten Volksschulklasse 1966 in den Haller Salzberg einfahren durften und dabei auch den legendären Salzsee sehen konnten. Seit 1967 ist der Bergbau geschlossen. Auch von der Saline sind nur mehr wenige Gebäude übriggeblieben.

Erinnerungen sichern und verarbeiten

Das wissenschaftliche Projekt des Stadtmuseums Hall sichert nun alle Erinnerungen, Erlebnisse, Geschichten und Erfahrungen der letzen Generation von Salinenbediensteten. Da ging es weniger um historische Fakten, sondern um die subjektiven Erfahrungen, etwa die Erinnerungen der Ehefrauen und Kinder an den Familienalltag in einer Bergarbeiterfamilie oder eines Salinenbediensteten.

Quelle:  http://tirol.orf.at/stories/522739/

 

Kennzeichnung der Lebensmittel soll vereinheitlicht werden

Ein "Nährwertkästchen" muss gut lesbar auf der Vorderseite angebracht werden
Der Gesetzgebungsmarathon der EU, von EU-Parlamentariern gern als Pingpong bezeichnet, geht in Sachen Lebensmittelkennzeichnung zu Ende: Bis auf wenige Details stehen die gemeinsamen Regeln fest. Bis zum Herbst, spätestens zum Jahresende dürften die Regeln im Amtsblatt der EU veröffentlicht sein, so die EU-Abgeordnete Parlamentsberichterstatterin Renate Sommer, eine Christdemokratin.

Damit geht eine gut dreijährige Arbeit zu Ende, von der Sommer anlässlich eines Seminars über "Food labelling" vor Journalisten sagte, es habe "riesiges Lobbying von Seiten des Lebensmittelsektors" gegeben. Vor der 2. parlamentarischen Lesung seien die Versuche zur Einflussnahme "richtiggehend unverschämt" geworden.

Laut Glenis Willmott, einer britischen EU-Abgeordneten, wurde vor allem von Seiten der Tiefkühl- und Fertigwarenhersteller Druck ausgeübt. Allerdings, so Sommer, "man muss sich alle Seiten anhören, um sich ein Bild über die Anforderungen machen zu können".

Verbraucher werden also in Zukunft schon auf der Vorderseite eines Produkts über die wichtigsten Lebensmittel-Kennzahlen aufgeklärt werden: Energie in kJ und Kcal. Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlehydrate, Zucker, Eiweiß und Salz in Gramm, und zwar jeweils bezogen auf 100 Gramm bzw. 100 Milliliter. Diese wichtigsten Angaben, die als "Nährwertkästchen" bezeichnet werden, müssen in einer entsprechenden Schriftgröße und vor gut lesbarem Hintergrund angebracht werden.

Lebensmittelimitate wie Analogkäse (ohne Milch) oder Schummelschinken (Wasser, Gelatine und wenig Fleisch) müssen durch Angabe der Ersatzzutat auf der Verpackung klar identifiziert werden können. Allergene sollen auf den ersten Blick zu erkennen sein. Außerdem wird es zu umfangreichen Herkunftsbezeichnungen für Frischfleisch kommen, auch bei Fertiggerichten. Derzeit gibt es lediglich eine Herkunftsbenennung bei Rindfleisch.

Ampel kommt nicht

Die sogenannte "Ampel-Kennzeichnung" (mit drei Signalfarben wird schnell signalisiert, ob ein Lebensmittel gesund ist oder nicht), wird in der EU bekanntlich nicht eingeführt. Da sie aber in Großbritannien recht erfolgreich ist, wird ihr von britischen EU-Abgeordneten nachgetrauert. Der Konservative Struan Stevenson verwies auf den erzieherischen Effekt von Ampel-Lösungen. Er kenne einen großen Chips-Hersteller, der den Salz- und Fettgehalt seiner Ware zurückgenommen habe, um von der ungünstigen Farbe rot wegzukommen.

In Österreich wird die EU-Regelung größere gesetzliche Umbauarbeiten nach sich ziehen. Derzeit gibt es nämlich keine Regelung für staatliche Gütezeichen, da die Gütezeichenverordnung zum Jahreswechsel ausgelaufen ist. Im Gegensatz zu Gütesiegel, die private Initiativen regeln, gibt es also keine gesetzliche Grundlage für wichtige Bezeichnungen wie dem AMA-Gütezeichen. Im Regierungsprogramm ist allerdings vorgesehen, die gesetzliche Lage für Gütezeichen auf eine neue, moderne Basis zu stellen. Die ausgelaufene Gütezeichenverordnung stammte nämlich aus der Zeit des Nationalsozialismus, aus 1942. (Johanna Ruzicka aus Brüssel/DER STANDARD, Printausgabe, 25./26. Juni 2011)

Quelle:  http://derstandard.at/1308679632719/Europaweit-Kennzeichnung-der-Lebensm...

 

Warnung vor ungemahlenem Karpaten-Salz

Laut Lebensmitteluntersuchungsanstalt besteht bei dem Produkt "Karpaten Kristallsalz Granulat" die Gefahr, sich im Mundraum zu verletzen, wenn das Salz nicht in einer Salzmühle zerkleinert wird. Gemahlen ist Salz völlig unbedenklich
Betroffen ist konkrekt der Artikel "Karpaten Kristallsalz Granulat 500g und 1000g" mit der Charge-Nummer 24, importiert und vertrieben durch die Pirker GmbH aus Liebenfels (Bezirk St. Veit). Im Salz wurden natürliche mineralische Bestandteile festgestellt (Steinchen), die zu Verletzungen an Zähnen und Rachenraum führen können, wenn das Salz ungemahlen verwendet wird.

Laut Evelin Pirker vom Importeur Tschuderhof wurde beanstandet, dass sich kein Hinweis auf die Verwendung einer Salzmühle auf dem Etikett befindet. Wer solches Salz gekauft hat, soll es mahlen, dann bestehe keinerlei Gefahr, so Pirker. Man könne sich beim ungemahlenen Salz eventuell eine Zahnfüllung beschädigen, sofern man auf eines der Steinchen beiße. Auf Wunsch Rückgabe möglich
Das Salz ist ansonsten gesundheitlich völlig unbedenklich. Die mineralischen Bestandteile seien ein "wertvoller und unvermeidbarer Bestandteil" des Naturproduktes Steinsalz. Gegen Rücksendung des Artikels wurde den Kunden auf Wunsch der vollen Verkaufspreis rückerstattet, teilte das Unternehmen mit.

Quelle: http://kaernten.orf.at/stories/522852/

Das weiße Gold

HALLSTATT/EBENSEE. Saisonstart in der Hallstätter „Salzwelt“: Das Schaubergwerk ist wieder geöffnet. Seit 7000 Jahren wird hier das „weiße Gold“ gewonnen. Wie’s heute funktioniert, erfährt man bei den „Salinen Austria“ in Ebensee.
Auf der kurzen Fahrt mit der Salzbergbahn hinauf zum Hallstätter Schaubergwerk hat man einen Rundblick auf die 1997 zum Weltkulturerbe ernannte Region Hallstatt-Dachstein. Zu Fuß geht es zum Knappenhaus. Die Schutzkleidung übergestreift, dann beginnt die Tour durch den Kaiserin-Christina-Stollen. Daniel Sterling (28)  aus Russbach in Salzburg führt die Besucher nach einem „Glück auf!“ ins Schaubergwerk. Er trägt die Knappenmontur: schwarzer Berghabit, an dem 29 Goldknöpfe blinken, dazu die helle Grubenhose. Über zwei hölzerne Bergarbeiterrutschen erreicht man die Unterwelt in 510 Metern Tiefe, steht im Kreis um einen „Altar“, auf dem Salzblöcke glimmen.

Das aus Mergel und Gips bestehende „Haselgebirge“ durchziehen weiße Steinsalzbänder. Auf zwölf Horizonten wird es abgebaut. „Die Vorräte reichen noch mindestens 150 Jahre“, sagt Roberto Kimmel von den „Salinen Austria“.

7000 Jahre alt sind die ersten Spuren der Salzsuche im 1954 Meter hohen Plassen. Das Jagdwild, das am solehaltigen Austrittswasser leckte, hatte die Menschen angeregt, sich ins Innere vorzuwagen. In der Bronzezeit (1400 bis 800 v. Chr.) und der folgenden Eisenzeit schlugen die Männer hier mit ihren Pickeln das Salz heraus, Frauen und Halbwüchsige schafften es in Fellsäcken ins Freie. Kienspäne spendeten Licht, Fellhandschuhe schützten die Hände. Ein gewaltiger Bergsturz um 500 v. Chr. führte das Ende des Salzbergbaus herbei. 300 Jahre später nahmen ihn die Kelten wieder auf. Die Geschichte des Bergbaus veranschaulicht eine Lasershow, die die Felsfassade des unterirdischen Salzsees in mystisches Rot taucht.

In historischer Zeit wurde das salzhaltige Wasser in großen Sudpfannen erhitzt. Das Salz lagerte sich am Boden ab, wurde herausgehoben und getrocknet. Heute kommt zur Gewinnung der Rohsole die moderne Bohrlochsondentechnik zum Einsatz. Dabei wird ein 30 cm großes Bohrloch mit einer Tiefe von bis zu 300 Metern hergestellt. Ins Loch werden zwei Rohrstränge eingebracht. Im äußeren Rohr wird Wasser eingepumpt. Das Salz wird dadurch in der Sonde an der Decke und den Seitenwänden gelöst. Die gesättigte Sole zieht man im inneren Rohr nach oben, die unlöslichen Stoffe bleiben in der Sonde.

Allein in Hallstatt werden pro Jahr indirekt ca. 200.000 Tonnen gewonnen, bei einer Gesamtproduktion von 1,1 Millionen Tonnen Siedesalz. Über eine seit 1595 bestehende, 40 km lange „Pipeline“ wird die Sole in die Saline geleitet.

In Ebensee-Steinkogl ist die Zentrale der „Salinen Austria“ mit ihren drei Bergbaurevieren in Altaussee, Bad Ischl und Hallstatt. „Pro Stunde verarbeiten wir in Ebensee 450 Kubikmeter Rohsole und gewinnen daraus 140 Tonnen Siedesalz“, sagt Verfahrenstechniker Robert Katzlinger. Die Rohsole wird in zwei Teilschritten von Gips und Kalzium befreit, dann in die Verdampfer gepumpt, wo bei 140 Grad das Siedesalz gewonnen wird. Zentrifugen verringern dann die Feuchte des Salzes auf zwei Prozent, eine nachfolgende Trocknung in einer Wirbelschicht auf eine Restfeuchte von unter 0,05 Prozent. 

Das getrocknete Siedesalz gelangt dann entweder in die Finalproduktion (zur Veredelung und Abpackung) oder es wird in riesigen Hallen gelagert. Da befinden sich Abzugsrinnen mit Förderbändern zu den Silos, die im Winter bis zu 400 Lkws mit Auftausalz versorgen. In der Finalproduktion wird das Siedesalz in Dosen, Säcke und BigBags abgefüllt und schließlich im Hochregallager mit 11.000 Palettenstellplätzen gelagert. Dieses Lager besteht zur Gänze aus Holz – weil Holz nicht rostet.

Breite Palette: Alles aus Salz

Sechs Produktsegmente machen die gesamte Bandbreite der „Salinen Austria“ aus: das Defrost Auftausalz, das Saltech Gewerbesalz (zur Wasseraufbereitung), das Pharmasalz, das Viehsalz und das Industriesalz( für die Chlorchemie). Dazu kommt hochwertiges Speisesalz – Gustosal und Bad Ischler Salz. Seit Kurzem vertreiben die Salinen auch Meersalze.

4 Fragen an ... Roberto Kimmel

Die Produktpalette der „Salinen Austria“ ist äußerst umfangreich. „Besonders die Speisesalze sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken“, sagt der 50-jährige Leiter der Sparte „Consumer Products“.

OÖN: Die Grillsaison steht vor der Tür. Welche Produkte der Salinen Austria sind jetzt besonders gefragt?

Kimmel: Das Bad Ischler Salz in all seinen Varianten, neben unserem Klassiker, dem Bad Ischler Tafelsalz, ist die Nachfrage nach Grill- und Steaksalz oder 7-Kräuter-Salz besonders hoch.

OÖN: Die Salinen Austria verfügen über eine große Zahl an Markensalzen. Was tun Sie dafür, um die Traditionsmarke „Bad Ischler“ zu erhalten?

Kimmel: Wir haben 2010 eine große Citylight-Kampagne gestartet. Heuer setzen wir den Schwerpunkt im Bereich des Hörfunks. Kommende Woche beginnt eine Radiopromotion mit Gewinnspiel. Infos darüber gibt es unter www.badischler.at.

OÖN: Welche aktuellen Trends sehen Sie in Ihrem Fachbereich, den „Consumer Products“?

Kimmel: Der Trend geht eindeutig in Richtung Spezialprodukte mit erhöhtem Mehrwert und Nutzen für den Konsumenten.

OÖN: Wann wird am meisten Speisesalz verwendet?

Kimmel: Einerseits in der Grillsaison, aber auch zu Weihnachten und Ostern. Weil man Salz ja auch fürs Backwerk benötigt.

Quelle:  http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,615825

 

Salzbergwerk Berchtesgaden

Berchtesgaden - Ende April hätte das Salzbergwerk Berchtesgaden eigentlich den Salzabbau einstellen müssen. Der Freistaat Bayern hat den bestehenden Vertrag gekündigt. Hier die Begründung:

Der Freistaat Bayern hat den seit 1927 bestehenden Vertrag über das Verwaltungs- und Ausbeutungsrecht an den staatlichen Reservat-, Gruben- und Konzessionsfeldern mit der Südsalz GmbH ordentlich zum 22. April 2011 gekündigt.

Mit Vertrag vom 23. April 1927 waren die Verwaltungs- und Ausbeutungsrechte auf die Bayerische Berg-, Hütten- und Salzwerke AG übertragen worden. Im Jahre 1991 wurde die BHS AG an die SKW Trostberg verkauft, deren Rechtsnachfolgerin die Evonik Degussa AG ist. Im Jahre 1995 hat die Evonik Degussa den "Bereich Salz" der BHS abgespalten und auf die Südsalz GmbH übertragen. 2008 hat die Evonik Degussa dann das Vertragsverhältnis mit dem Freistaat Bayern beendet. Alle Altbergwerke, bis auf das in Berchtesgaden, sind an den Freistaat Bayern zurückgefallen. Dies ist mit sehr erheblichen unbezifferbaren Sanierungskosten, die Ewigkeitslasten darstellen, verbunden.

Ziel der Kündigung ist es, eine neuen Ausbeutungsvertrag abzuschließen. Vor dem Hintergrund des Rückfalls der übrigen Bergwerke ist beabsichtigt, die Verwaltung der Bergwerke auf eine neue tragfähige Basis zu stellen. Gegenwärtig laufen Gespräche zwischen dem Freistaat Bayern und der Südsalz GmbH über den Abschluss einer Interimsvereinbarung. Das Ergebnis dieser Gespräche bleibt abzuwarten.

Pressemitteilung Bayerisches Finanzminister

Quelle:  http://www.rosenheim24.de/bayern/neue-basis-salzbergwerk-ro24-1290285.html

 

Salzen in Maßen: Wie viel Salz ist gesund für dich?

Seit rund 30 Jahren warnen Ernährungswissenschaftler, dass Salz den Blutdruck in die Höhe treibt und daher Auslöser für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sei. Dabei ist es für unseren Körper unentbehrlich und galt deswegen lange Zeit als universelles Heilmittel, unter anderem für Kopfschmerzen, Atemwegserkrankungen, Rheuma, Verdauungsbeschwerden und Hautkrankheiten. Neue Studien belegen jetzt auch, dass zu wenig Salzkonsum schlecht für die Gesundheit ist. Doch wie viel Salz ist dann gesund?
Im Mittelalter galt Salz als das "weiße Gold": Zu kostbar war es und nur wenige konnten es sich leisten, ihre Speisen damit zu würzen. Heute wissen wir: Zu viel Salz kann ebenso schlecht für die Gesundheit sein wie zu wenig.

Grundsätzlich braucht der Körper rund drei bis fünf Gramm Salz pro Tag. Doch so einfach das auch klingen mag, schwierig wird es spätestens dann, wenn man dies zu messen versucht: In vielen Lebensmitteln, die in den Supermarktregalen stehen, ist nämlich einiges an verstecktem Salz enthalten. Besonders bei der Verarbeitung von Fertiggerichten werden oft große Mengen Salz verwendet – und auch Käse und Wurst können viel Salz enthalten. Auf industriell verarbeitete Lebensmittel solltest du deshalb zu verzichten versuchen – immerhin liegen die acht bis zwölf Gramm, die wir durchschnittlich zu uns nehmen, weit über unserem benötigten Bedarf.

Salzarme Kost kein Muss
Studien aus den 80er- Jahren belegten einheitlich, dass es einen Zusammenhang zwischen gesteigertem Salzkonsum und erhöhtem Blutdruck gibt. Seitdem rieten Ernährungswissenschaftler und Ärzte einhellig zu salzarmer Kost. Doch kommt nun die Trendwende? Immerhin bezweifeln in den letzten Jahren immer mehr Forscher, dass tägliche Salzzufuhr zu Bluthochdruck führe.
Im Gegenteil: Eine salzarme Ernährung könne unter Umständen sogar krank machen. Menschen, die zu wenig Salz zu sich nehmen, hätten sogar eine höhere Gefahr, an Herz- und Gefäßleiden zu sterben, zu wenig Salzkonsum könne in der Schwangerschaft zu Vergiftungen führen. Außer bei Krankheiten wie Leberzirrhose, Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion gebe es keinen Grund, salzarm zu essen, sagen Wissenschaftler heute.

Salzen in Maßen
Das richtige Maß beim Salzen zu finden ist einfacher, als es klingt. Es kommt beim Salzkonsum darauf an, dass die Balance zwischen Vitaminen, Spurenelementen und anderen Mineralien ausgeglichen ist. Dein Körper benötigt nämlich neben Salz auch andere Mineralien wie beispielsweise Kalium, Magnesium oder Kalzium.

Deinen Salzkonsum kannst du mit simplen Mitteln reduzieren. Die beste Methode ist natürlich, selbst den Kochlöffel zu schwingen. Denn nur wenn du weißt, was bei dir im Kochtopf landet, kannst du auch bestimmen, wie viel Salz du zu dir nimmst. Verzichte dabei aber auch so gut es geht auf Würzmischungen (egal ob flüssig oder fest) und Ketchup. Frische Kräuter, Zwiebeln oder Knoblauch schmecken ohnedies besser, sparen darüber hinaus Salz und sind gesünder. Lass für ein frisch gekochtes Essen also lieber Konserven stehen, denn vor allem in ihnen ist viel verstecktes Salz enthalten.

Quelle:  http://www.krone.at/Gesund-Fit/Salzen_in_Massen_Wie_viel_Salz_ist_gesund_fuer_dich-Eine_Prise_in_Ehren-Story-267824

Salzarme Kost kann auch schaden

Zu viel Salz ist ungesund – zu wenig aber auch: Geringe Salzmengen im Urin stehen in Zusammenhang mit höherer Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Probleme.
Zu wenig Salz kann schädlicher für Herz und Kreislauf sein als zu viel. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen belgische Mediziner nach einer Langzeitstudie mit mehr als 3500 Teilnehmern. Anhand der über den Urin ausgeschiedenen Mengen hatten die Forscher den Salzkonsum der Probanden eingeschätzt und dabei festgestellt: Eine unterdurchschnittliche Salzausscheidung stand in Verbindung mit einem erhöhten Todesrisiko durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei einer überdurchschnittlichen Salzausscheidung war dies dagegen nicht der Fall. Gängige Empfehlung ist, mit Salz eher zu sparen, weil das den Blutdruck senkt und damit Problemen mit Herz und Gefäßen entgegenwirken könnte. Dass Salzsparen aber auch tatsächlich vor Todesfällen aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt, kann die Studie nicht bestätigen, die die Mediziner im Fachblatt „JAMA“ vorstellen.

Die Ergebnisse widerlegen nicht, dass es blutdrucksenkende Effekte auf Hochdruckpatienten hat, die Salzmenge in der Ernährung zu reduzieren, schreiben Hauptautorin Katarzyna Stolarz-Skrzypek von der Universität Leuven und Kollegen. Doch die Mediziner beobachteten, dass die Zahl der Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit steigendem Salzgehalt im Urin sank. Katarzyna Stolarz-Skrzypek und Kollegen hatten 3681 Probanden, die zu Beginn der Studie nicht an Herzproblemen litten, über einen Zeitraum von durchschnittlich knapp acht Jahren beobachtet. In der Gruppe mit den niedrigsten Werten zählten sie 50 Todesfälle, in der Gruppe mit mittleren Werten 24 und unter denjenigen mit den höchsten Salzwerten zehn.

Quelle: http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/news/ernaehrung-salzarme-kost-...

 

Am alten Salinenareal in Ebensee sollen Fachmäkrte errichtet werden

EBENSEE. Eine brachliegende Fläche von 13.500 Quadratmetern mitten in Ebensee soll nun endlich verwertet werden. Das Projekt birgt wirtschaftliche Chancen für die Salinengemeinde. Aber auch Risiken für das Ortsbild.

Ein Vorvertrag ist bereits unterzeichnet. Sobald die Marktgemeinde Ebensee das alte Salinenareal in ein Geschäftsgebiet umwidmet, wird das Immobilienunternehmen Immotop das Grundstück von den Salinen Austria übernehmen und vermarkten. „Es gibt bereits einige Fachmarktbetreiber, die ihr Interesse bekundet haben“, sagt SP-Bürgermeister Herwart Loidl. „Ich bin sehr optimistisch, dass es zu mehreren Ansiedelungen kommt.“ Momentan leidet die Marktgemeinde unter einem beträchtlichen Kaufkraftabfluss und könnte von einem Fachmarktzentrum profitieren. „Uns fehlt zum Beispiel ein Sportartikelhändler“, so Loidl.

Doch so groß die wirtschaftliche Chance einer brachliegenden Fläche im Ortszentrum auch ist – es gibt auch Bedenken, dass Fachmärkte das Ortsbild beeinträchtigen könnten. Auf Antrag der Bürgerliste (BÜFE) appellierte der Gemeinderat deshalb an Immotop, für eine sensible Verbauung zu sorgen. „Von der Bundesstraße aus gesehen, ist das Areal eine Visitenkarte Ebensees“, sagt BÜFE-Sprecher Josef Piontek. Gewünscht wird außerdem ein Gehweg entlang der Rindbachstraße sowie eine gute Anbindung des Traundammes für Fußgänger und Radfahrer. Bürgermeister Loidl will die ÖBB auch dazu bewegen, den Bahnübergang auch für Fußgänger zu adaptieren.

Ob die künftigen Besitzer des Areals auf die Wünsche der Gemeinde Ebensee eingehen, ist freilich noch offen. Dazu verpflichtet sind sie nicht. Doch alle Beteiligten sind optimistisch, dass die Verwertung des Industriegeländes, auf dem bis 1979 Salz produziert wurde, letztlich alle zufriedenstellen wird. „Wir arbeiten bewusst mit Immotop zusammen, weil wir wissen, dass diese Firma die nötige Sensibilität mitbringt“, sagt Günther Herrnhof, Immobilien-Geschäftsführer der Salinen Austria. „Wenn alle an einem Strang ziehen, wird dieses Gelände künftig eine große Bereicherung für Ebensee sein.“

Quelle:  http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/art71,612480

 

Es gibt kein zertifiziertes Biosalz am Markt!

Neuerdings werden Salz und Mineralwasser als biologische Produkte angepriesen. "die umweltberatung" warnt vor falschen Versprechungen.


Salze sind genauso wie Mineralwasser ein anorganisches Lebensmittel, aber kein landwirtschaftliches Produkt. Darauf sollten Sie besonders bei teuren Angeboten im Internet achten! Produzenten von sogenanntem "Natursalz" werben zwar oft mit dem Begriff "Bio", es handelt sich hierbei aber auf keinen Fall um ein kontrolliertes Bioprodukt. Bei einigen Natursalzen wird auf den Zusatz von sogenannten Rieselhilfen verzichtet. Einigen Salzen sind Kräuter zugesetzt. Wenn diese aus biologischer Landwirtschaft stammen, darf das Produkt als Bio-Kräutersalz bezeichnet werden. Hier gibt das Bio-Siegel Sicherheit.
Wundersalz vom Himalaya?
Wie alle üblichen Speisesalze im Handel besteht auch das Himalaya-Salz zu mindestens 97 % aus Kochsalz. Damit ist der Gehalt an anderen Mineralstoffen in diesem Salz so gering, dass mit den üblichen Verzehrsmengen kein nennenswerter Beitrag zur Bedarfsdeckung von Mineralstoffen und Spurenelementen erreicht wird. Das Himalaya-Salz stammt übrigens nicht, wie zu erwarten wäre, aus dem Himalaya-Gebiet, der Name ist eine reine Handelsbezeichnung.

Jod und Fluor sind nicht gesundheitsschädlich
Salz bietet die Möglichkeit, eine breite Bevölkerungsgruppe mit einer ausreichenden Menge an diesen Mangelnährstoffen zu versorgen. Sowohl Jod als auch Fluorid dürfen nur in gesetzlich festgelegten Mengen zugesetzt werden. Jod ist ein Spurenelement, das für die Funktion der Schilddrüse wichtig ist, in der Nahrung aber nur unzureichend vorkommt. Häufig wird auch Fluorid zugesetzt, das vor Karies schützen soll. Es macht also durchaus Sinn, angereichertes Speisesalz zu verwenden, es sollte allerdings in der Ernährung von Säuglingen nicht bzw. bei Kleinkindern nur sparsam verwendet werden.

Quelle:  http://help.orf.at/stories/1681941/

 

Himalaya-Salz als wettbewerbswidrige Irreführung

Rechtstipp vom 29.04.2011

Falls ein Produkt als „Himalaya-Salz” verkauft wird, obwohl es nicht aus dieser Region stammt, liegt eine wettbewerbswidrige Irreführung vor. Im zugrundeliegenden Sachverhalt verkaufte der Beklagte ein Steinsalz unter der Bezeichnung „Himalaya-Salz”, obwohl dieses Salz in einer 200 km entfernten Region gefördert wird. Das Oberlandesgericht Köln gab der Klage statt. Nach Meinung des Gerichts wird durch diese Bezeichnung der Verbraucher über die Herkunft des Produkts getäuscht. Das Etikett mit einer Abbildung des Himalaya-Gebirges verstärkt diese Fehlvorstellung. Damit liegt eine wettbewerbswidrige Irreführung vor. Auch das Oberlandesgericht Hamm hat in einer Entscheidung vom 24.08.10 (I-4 U 25/10) den Ausdruck „Himalaya-Salz" als wettbewerbswidrig angesehen. (OLG Köln, Urteil vom 01.10.10 - 6 U 71/10)

Quelle:  http://www.anwalt.de/rechtstipps/himalaya-salz-als-wettbewerbswidrige-ir...

 

Südwestdeutsche Salzwerke mit Rekordergebnis

Heilbronn - Dank des strengen Winters herrscht bei der Südwestdeutschen Salzwerke AG (SWS) eitel Sonnenschein. Bei seiner letzten Bilanzpressekonferenz konnte Vorstandschef Ekkehard Schneider am Freitag in Heilbronn mit beeindruckenden Zahlen aufwarten: Umsatz, Gewinn und Dividende sind im Jahr 2010 auf Rekordwerte gestiegen. Der Ausblick fiel dagegen zurückhaltend aus. Vor allem die hohe Nachfrage nach Auftausalz brachte den Salzwerken einen deutlichen Umsatzschub. 347 Millionen Euro setzte der Konzern 2010 um, das ist ein Plus von 23,1 Prozent. Doch auch die anziehende Konjunktur hat den Heilbronnern geholfen. "Die Nachfrage nach Industriesalz hat stark angezogen", sagte Schneider.

Den Gewinn hat das Unternehmen, das je knapp zur Hälfte der Stadt Heilbronn und dem Land Baden-Württemberg gehört, sogar fast verdoppelt. Knapp 36 Millionen Euro beträgt der Überschuss, im Vorjahr, das Schneider ganz schwäbisch als "auch nicht so schlecht" bezeichnete, waren es 19 Millionen. Die Eigentümer dürfen sich somit auf eine üppige Dividende freuen: Der Hauptversammlung am 1. Juli wird der Vorstand vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 50 Cent pro Aktie sowie einen Bonus von 25 Cent je Aktie auszuschütten. Das ergibt eine Gesamtsumme von 7,9 Millionen Euro. Den Löwenanteil zum Umsatz steuert mit 302,7 Millionen Euro weiterhin das Segment Salz bei. Während es beim Auftausalz und beim Industriesalz extrem gut lief, entwickelte sich das Geschäft mit Speisesalz "zufriedenstellend". Hier ist die SWS mit der Marke Bad Reichenhaller Marktführer in Deutschland. "Unser Marktanteil liegt stabil bei 70 Prozent", sagte Vorstandsmitglied Hans-Joachim Voss.

Sorgen bereiten den Salzwerken die steigenden Energiepreise. Auf nahezu 25 Millionen Euro beziffert der Konzernchef die Energiekosten im vergangenen Jahr. Obwohl die benötigte Energiemenge nur um vier Prozent gestiegen sei, hätten die Kosten um 23 Prozent zugelegt.

Auch deshalb fällt der Ausblick des Vorstands zurückhaltend aus. Schneider erwartet einen Umsatz von unter 300 Millionen Euro, auch der Gewinn werde "deutlich unter dem des Rekordjahres 2010 liegen".

Recht entspannt sieht der Vorstand den Schadensersatzforderungen von Kunden entgegen, die gerade vom Regierungspräsidium Stuttgart geprüft werden. Neun Millionen Euro hat die SWS dafür vorsorglich als Rücklagen gebildet und sieht sich damit auf der sicheren Seite. Das Gutachten soll bis spätestens Ende Juni vorliegen.

Quelle:  http://www.stimme.de/heilbronn/wirtschaft/art2088,2125662

 

Wir essen viel zu viel Salz

Auf die Dosis kommt es an – auch beim Salz . Der Stoff, der Speisen das gewisse Etwas gibt, ist lebensnotwendig. Doch zu viel von der Würze schadet Herz und Kreislauf. Brot, Gebäck und Fertigprodukte sind oft reich an Kochsalz – Natriumchlorid.

„Salz in Backwaren zu ­reduzieren, ist eine wichtige gesundheitspolitische Maßnahme und ein wichtiger Schritt hin zu mehr Gesundheit“, erklärt Gesundheitsminister Alois Stöger bei der Präsentation der Kampagne „Weniger Salz ist g’sünder“ in der Zentrale der Bäckerei „Der Mann“.

Salz in Backwaren soll bis 2015 reduziert werden
Die Kampagne ist eine Ini­tiative des Gesundheitsministeriums und der österreichischen Bäcker. Ziel der Kampagne ist eine Reduktion der Salzzugabe bei Backwaren um 15 Prozent bis zum Jahr 2015. Der Gesundheitsminister begrüßt, dass die Bäcker bereit sind, diesen wichtigen Schritt zu machen.

Da viele Lebensmittel von Haus aus gesalzen sind, ist es für den Einzelnen oft schwierig, den Salzkonsum zu senken . Stöger: „Es geht nicht so sehr um das zusätzliche Salz aus dem Streuer, sondern um das versteckte Salz in Lebensmitteln.“ Ein erstklassiges Lebensmittel noch gesünder zu machen, sei eine gute Aktion, betonte der Minister.

Weniger Salz senkt Risiko für Herzerkrankungen
„Wenn es gelingt, den Salzgehalt abzubauen, tun wir viel für unsere Gesundheit. Denn zu viel Salzkonsum führt zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, so Stöger. „Auch andere Lebensmittelbranchen sind eingeladen, mitzuwirken, dass Menschen zu besseren Nahrungsmitteln kommen“, sagte der Gesundheitsminister. 113 Bäckereibetriebe haben sich vertraglich dazu verpflichtet, den Salzgehalt in ihren Produkten zu reduzieren und täglich werden es mehr. Josef Schrott, der Innungsmeister der Bäcker, Reinhard Kainz, Bundesinnungsgeschäftsführer der Lebensmittelgewerbe, und Hausherr Kurt Mann unterstützen die Initiative.

Quelle: http://www.oe24.at/lifestyle/Wir-essen-viel-zu-viel-Salz/20343045

 

Panikkäufe von Salz in China

Angesichts der Atomkatastrophe von Fukushima 1 in Japan kaufen viele Chinesen aus Panik vor möglicher radioaktiver Verstrahlung Speisesalz. Sie hoffen, dass sie von dem darin enthaltenen Jod geschützt werden. Allerdings sei die Menge an Jod im Salz zu gering um die Schilddrüse im Fall eines Super-Gaus zu schützen, so das chinesische Radio. Auch Jodtabletten seien in vielen Apotheken ausverkauft.
Die Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 hat in China Panikkäufe von Salz ausgelöst. Im Glauben, sich mit dem darin enthaltenen Jod gegen eine mögliche radioaktive Verstrahlung schützen zu können, kauften viele Chinesen nun verstärkt Speisesalz, wie Mitarbeiter in Supermärkten und Medien am Donnerstag berichteten. Eine Angestellte der französischen Supermarktkette Carrefour in Shanghai sagte, schon am frühen Morgen sei Salz ausverkauft gewesen. Binnen einer halber Stunde nach Öffnung des Geschäftes habe es keines mehr gegeben.

Eine Mitarbeiterin eines Supermarktes in der südchinesischen Stadt Guangzhou sagte, die Nachfrage nach Salz sei derart gestiegen, dass die Filiale es nun rationiere. „Viele Leute stehen für jodiertes Salz an, wir müssen das kontrollieren. Jeder Kunde darf nur zwei Packungen kaufen.“ Als Maßnahme gegen Jodmangel enthält Speisesalz in China fast immer Jod. Das chinesische Radio berichtete allerdings, die in Jodsalz enthaltene Menge sei zu gering, um die Schilddrüse im Ernstfall zu schützen.
Jod wird in der Schilddrüse eingelagert. Um zu verhindern, dass das Organ das bei einem Super-GAU austretende radioaktive Jod aufnimmt, wird empfohlen, die Schilddrüse im Falle einer Atomkatastrophe durch die Einnahme von Jodtabletten ausreichend mit dem Stoff zu sättigen. Der Zeitung „China Daily“ zufolge waren Jodtabletten in vielen Apotheken bereits ausverkauft.

Quelle:  http://www.focus.de/panorama/welt/tsunami-in-japan/china-atomkatastrophe...

 

In Peking wird das Salz knapp

Peking. In vielen Pekinger Lebensmittelgeschäften wurde am Donnerstag bereits das Salz knapp: Denn aus Angst vor einer radioaktiven Wolke aus dem 2400 Kilometer entfernten japanischen Katastrophen-Atomkraftwerk Fukushima begannen die Hauptstadtbewohner Salzvorräte anzulegen.

„Alle sagen, dass es gut für die Gesundheit sei, deshalb habe ich vorsichtshalber gleich drei Kilogramm geholt, mit Jod, obwohl das teurer ist“, begründete die Angestellte Zhu ihren Hamsterkauf.
Über Radio und Internet versuchten die Behörden, die Bevölkerung zu beruhigen. China sei sicher, und Salz helfe ohnehin nicht, sich vor einer radioaktiven Verseuchung zu schützen, hieß es. Diese „Weisheit“ war vorgestern von unbekannter Quelle per SMS und im Internet verbreitet worden. Der Drang zum Salz zeigt allerdings, dass auch die Chinesen die Angst vor den Folgen einer Nuklearkatastrophe packt. Seit fast einer Woche können sie rund um die Uhr im Fernsehen beobachten, wie sich die Situation in Japan zuspitzt.

Quelle:  http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/642748/China_In-Peking-w...

 

Streusalzvergleich - Keine Mehrkosten für Stadt!

Schmidt: Einigung mit der Salinen AG steht bevor

Die Salinen AG ist gegenüber der Stadt Salzburg vertraglich verpflichtet, auf Anforderung binnen 2 Tagen Salz zu liefern. Aufgrund der witterungsbedingt hohen Nachfrage im gesamten europäischen Raum, konnte die Salinen AG im heurigen Winter jedoch nicht liefern, sodass die Stadt Salzburg bei israelischen und kroatischen Anbietern – allerdings zu einem wesentlich höheren Preis – einkaufen musste.

Dadurch entstanden bis dato Mehrkosten in der Höhe von rund € 90.000. Nach dem im Ressort von Bürgermeister-Stv. Harry Preuner ausverhandelten Vergleich, stellt die Salinen AG eine Gratis-Naturallieferung von rund 800 Tonnen Salz an die Stadt Salzburg in Aussicht. „Damit wären die entstandenen Mehrkosten abgedeckt.“, so eine zufriedene Baustadträtin Claudia Schmidt.

„Es freut uns, dass wir mit dem in Aussicht stehenden Vergleich, für die Stadt Salzburg und damit letztlich für den Steuerzahler erreichen, dass keine Mehrkosten entstehen. Vor allem aber steht mit der Salinen AG weiterhin ein heimischer Lieferant zur Verfügung, der mit der jetzigen Lösung bewiesen hat, dass er auch in schwierigen Zeiten bereit ist, von seinen Vertragspartnern Schaden abzuwenden.“, so Baustadträtin Claudia Schmidt und Bürgermeister-Stv. Harry Preuner unisono.

Zur Erinnerung:
Bereits im Mai letzten Jahres hatte die Baustadträtin, unter Aktenzahl 06/04/59500/2007/0072010 den ersten Amtsbericht zur Vorratshaltung von Streusalz vorgelegt, welchen der Bürgermeister und Budgetreferent Schaden trotz mehrerer Urgenzen und Besprechungen willkürlich zurückgehalten hatte. Zu diesem Zeitpunkt hätte man völlig unproblematisch – wie jedes Jahr – Salz zum normalen Preis erhalten. Erst im November 2010 - als die Vorräte bereits zur Neige gingen -  gab Budgetreferent Schaden die erforderlichen Gelder frei.

Nachdem die Salinen AG zu diesem Zeitpunkt nicht mehr liefern konnte, musste zu diesem Zeitpunkt allerdings teures Salz aus Israel und Kroatien bestellt werden, was zu den nicht unerheblichen Mehrkosten von € 90.000 führte.

„Rückblickend sieht vorausschauende Einkaufspolitik nach meinen Vorstellungen etwas anders aus. Ich hoffe aber, dass der Herr Bürgermeister aus diesen Fehlern gelernt hat und heuer auf die Fachbeamten und mich hört, indem er die Gelder rechtzeitig freigibt.“, so hoffnungsvoll die Baustadträtin.

Quelle: http://regional.oevp-sbg.at/index.php?id=999&tx_ttnews%5Btt_news%5D=13500&tx_ttnews%5BbackPid%5D=997&cHash=a9d0e16561

 

Frostschäden auf oberösterreichs Straßen

Die im Winter 2010/11 auf den oberösterreichischen Landesstraßen entstandenen Frostschäden werden voraussichtlich mit rund 6,2 Mio. Euro zu Buche schlagen.
Die erwarteten Sanierungskosten für die Frostschäden auf Oberösterreichs Straßen liegen damit doppelt so hoch wie in der vorangegangenen Saison, berichtete der zuständige LH- Stv. Franz Hiesl (ÖVP) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Linz. In Summe wurden diesen Winter bisher etwa 58.000 Tonnen Auftausalz verstreut, die Mitarbeiter leisteten insgesamt 165.000 Einsatzstunden.

Die kalte Jahreszeit habe dieses Mal "heftigst und sehr früh" begonnen, erklärte Hiesl. Die Rekordverbrauchstage seien der 1. Dezember mit 2.442 Tonnen, der 15. Dezember mit 2.105 Tonnen und der 24. Jänner mit 1.544 Tonnen gewesen. Für die restliche Winterdienstperiode erwartet der LH- Stv. keinen Engpass, man verfüge noch über eine Salzreserve von rund 20.000 Tonnen. Das Land Oberösterreich werde voraussichtlich kommende Woche die Salinen ersuchen, die Lieferungen einzustellen.

Die Entscheidung, jeden Sommer 40.000 Tonnen auf Vorrat und günstiger als im Winter einzukaufen, sei "goldrichtig" gewesen, betonte der LH- Stv. Er verwies darauf, dass in der Streusaison die Nachbestellung vollautomatisch erfolge, da die Füllstände der Silos über ein Wiegesystem erfasst werden. Die doppelt so hohen Sanierungskosten infolge der Frostschäden seien "kein Drama", so Hiesl. Die Fahrbahndecken müssten ohnehin alle 20 Jahre erneuert werden. (APA)

Quelle:  http://www.salzburg24.at/frostschaeden-in-oberoesterreich-auf-62-mio-euro-verdoppelt/news-20110303-01225916#forum

"Gewürzte" Gemeindestraßen in der Weststeiermark

In Krottendorf-Gaisfeld (Bezirk Voitsberg) kommt das Salz nicht nur in die Suppe, bei Glatteisgefahr werden sogar die Gemeindestraßen ordentlich "gewürzt". Wie es dazu kam, schildert Bürgermeister Johann Feichter: "Wir hatten das Glück, dass wir durch gute Kontakte einen elf Jahre alten Salzsilo günstig ankaufen und uns auf diese Weise 34.000 Euro ersparen konnten."

Nachdem die Neuerwerbung mit Kran und Schwertransport angeliefert und nach Errichtung eines Fundaments beim Bauhof aufgebaut worden war, wurde Streusalz bestellt. Zuvor mussten die Gemeindemitarbeiter nämlich jährlich 50 bis 60 Tonnen Salz - verteilt auf 50 Kilogramm schwere Säcke - schleppen und auf Lkws verladen.

Feichter staunte nicht schlecht, als ein Silotransporter mit 25 Tonnen Speisesalz vor den Amtsstuben stand. "Es handelte sich um keinen Irrtum und auch nicht um einen Faschingsscherz. Die Speisewürze sollte nach Slowenien geliefert werden, der Lenker durfte aber wegen Überladung nicht einreisen." Um eine Rücklieferung zu vermeiden, wurden die Krottendorfer mit der Salzladung beglückt. "Deshalb werden wir heuer unsere Gemeindestraßen mit Speisesalz ,würzen'. Und sollte jemanden im Haushalt das Salz ausgehen, helfen wir gern aus", schmunzelt Feichter, der nur eines fürchtet: Zum Thema der Ligister Faschingsnarren zu werden. Nachteile für die Autofahrer bestehen nicht: "Speisesalz ist reiner, vom Staub befreit und normalerweise auch teurer. Auf den Straßen hat es die gleiche Wirkung wie Streusalz", bestätigt der Voitsberger Straßenmeister Josef Brettenthaler.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/voitsberg/krottendorf_gaisfeld/2636295/gewuerzte-gemeindestrassen-weststeiermark.story 

Tonnenweise Salz in Salzburg eingetroffen

Am Dienstag war es soweit. Die erste Lieferung Streusalz aus Israel befindet sich bereits in Salzburg. Lkws am Container Terminal Salzburg (CTS) sind bereits verladen, die Auslieferung kann also beginnen.

Entgegen anders lautenden Informationen wird sich die Auslieferung des heiß begehrten Streusalzes nicht um einige Tage verzögern. Dass die für den zweiten Jänner erwartete Lieferung, heute am vierten Jänner eintrifft, lag unter anderem an technischen Problemen der ÖBB. Dennoch kann der Beschaffungsvorgang der Salzvertrieb GmbH als logistisch starke Leistung betrachtet werden, da die Bestellung erst kurz vor den Weihnachtsfeiertagen einging. In diesem kurzen Zeitfenster zwischen den Feiertagen, inklusive einem Hafenarbeiterstreik in Haifa und den bereits erwähnten technischen Problemen bei der ÖBB, konnte die Salzvertrieb GmbH den Transport erfolgreich auf Schiene bringen und in kürzester Zeit hochwertigstes Streusalz bereitstellen.

Dabei sollte auch nicht übersehen werden, dass derzeit in ganz Europa eine enorme Nachfrage nach Auftaumitteln besteht und damit bereits der Einkauf keine leichte Sache ist. Die Sicherung großer Mengen Auftausalz, konnte jedoch sichergestellt werden.

Quelle: http://www.salzburg24.at/tonnenweise-salz-in-salzburg-eingetroffen/news-...

Mit zweitägiger Verspätung traf am Dienstag das Streusalz aus Israel in Salzburg ein und wird am Mittwoch an den Bauhof in der Stadt Salzburg ausgeliefert. (SN). Verantwortlich für die Verspätung waren technische Probleme bei den ÖBB, heißt es vonseiten der Salzvertrieb GmbH. Insgesamt 500 Tonnen Streusalz mussten im Dezember zu einem Preis von 214 Euro pro Tonne bestellt werden, da die Salinen Austria nicht liefern konnten.

Quelle: http://www.salzburg.com/online/salzburg/stadt+salzburg/Das-Salz-aus-Isra...

Streusalz aus Israel kommt verspätet an

Am Dienstag traf die 500-Tonnen-Streusalz-Lieferung aus Israel verspätet, aber doch in der Stadt Salzburg ein. Um 100.000 Euro werden so die Salzdepots des städtischen Winterdiensts wieder aufgefüllt.

Fünffacher Verbrauch durch harten Winter

Nach Hafenstreiks in Isreal und Bahnproblemen an der italienisch-österreichischen Grenze traf das israelische Streusalz für nun doch noch am Dienstag in Salzburg ein - letzlich einen Tag früher als befürchtet.

Durch den heftigen Wintereinbruch im Dezember mussten in der Stadt Salzburg rund 80 Tonnen Streusalz am Tag gestreut werden - fünf Mal soviel wie an herkömmlichen Wintertagen, heißt es im Büro von Baustadträtin Claudia Schmidt (ÖVP).

Doppelten Normalpreis gezahlt

So lagerten nur noch knappe 250 Tonnen Salz in der Stadt Salzburg - viel zu wenig für Ende Dezember. Und Nachschub aus Europa war durch die große Nachfrage vom ganzen Kontinent nicht in Sicht.

Die 500-Tonnen-Meersalz aus Israel kosten rund 100.000 Euro, das Doppelte des Normaloreises. Einzig die Israelis konnten Streusalz liefern, die Salinen Austria hatten nichts mehr auf Lager.

Quelle: http://salzburg.orf.at/stories/491207/

Geschichte der Salinenmusikkapelle Altaussee

Im Jahre 1852 begann der damalige Bergmeister Ignaz Steiner die Musikanten der Knappschaft des Salzberges zu einer Musikkapelle zu vereinen. Unter der Stabführung des Oberlehrers Josef Streicher und des Bergarbeiters Augustin Pürcher wurde die 36 Mann starke “k.u.k. Bergmusikkapelle Altaussee” gegründet. Durch freiwillige Arbeitsschichten wurde die Anschaffung von Uniformen im Stile der überlieferten Bergmannstracht ermöglicht. Bereits auf dem ältesten Bild der Musikkapelle aus dem Jahre 1863 sind die Musiker im schwarzen Bergmannskittel mit Kalpak und Federbusch zu sehen. Das Fest der Musikpatronin, der Hl. Cäcilia, gab Anlass zum ersten öffentlichen Auftritt im November 1852.

In der Chronik können wir seit dem Jahr 1920 über 3420 musikalische Ausrückungen nachlesen. 1050 Konzerte, 1200 Begräbnisse und 5100 Proben zeigen auf beeindruckende Weise den Einsatz der Musikerinnen und Musiker für die Öffentlichkeit.

1961 erhielt die Salinenmusikkapelle mit dem Umbau des Salinengebäudes Altaussee Nr. 156 eine eigene Heimstätte. Die Zahl von teilweise mehr als 140 Ausrückungen (samt Proben) pro Jahr zeigt auf, dass die Musikanten öfter als jeden dritten Tag Anteil an Freud und Leid ihrer Heimatgemeinde nehmen.

Eine neue musikalische Herausforderung entstand in den letzten Jahren durch das Zusammentreffen mit dem Chefdirigenten des Griechischen Staatsorchesters Karolos Trikolidis, der heute Mitglied der Kapelle ist. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche Konzerte gegeben. Die Werkskapelle des Salzbergbaues sieht eine wichtige Aufgabe darin, die Interessen der Österreichischen Salinen AG zu vertreten und so ein kultureller Botschafter des Unternehmens zu sein. Das Weiterleben der Bergmannstradition sehen die Musiker als ihre Pflicht. Noch nie hatte die Salinenmusik so viele Mitglieder wie heute, noch nie war so viel Jugend in der Kapelle. Alte und Junge musizieren gemeinsam, die Musik schlägt hier Brücken zwischen den Generationen.

Qelle: http://www.arf.at/ausseer_regionalfernsehen/pages/tagesthemen.php http://www.arf.at/wordpress/?p=15861

Keine Engpässe beim Streusalz

Der strenge Winter hat den Verbrauch an Streusalz in den vergangenen Wochen in die Höhe geschraubt. Das Land verfüge aber noch über genügend Reserven, versichert Landesrat Franz Hiesl (ÖVP.) Für die laufende Wintersaison stehen 75.000 Tonnen Streusalz bereit.

Von den 40.000 Tonnen Streusalz, mit denen die Straßenmeistereien in den Winter gegangen waren, seien inzwischen 32.000 Tonnen verbraucht worden, sagte Hiesl im Interview mit dem ORF Oberösterreich: "Aber wir haben natürlich laufend nachgeliefert bekommen und haben noch 28.000 Tonnen auf Lager."

Bis Ende Jänner sollen von der Saline noch 35.000 Tonnen geliefert, sagte Hiesl und gibt sich in Sachen Streusalzversorgung gelassen. Den höchsten Salzverbrauch bisher habe es im Winter 2005/2006 mit 66.000 verbrauchten Tonnen gegeben.

Für die laufende Wintersaison stehen laut Hiesl 75.000 Tonnen Streusalz bereit: "Da hätte ich das Gefühl, dass es sich ausgehen müsste."

Sollten "alle Stricke reißen", gebe es aber auch Notfallpläne, außerdem werde mit dem Salz gespart, "weil das Salz ja auch Schäden bereitet und weil nur die notwendigste Menge eingesetzt werden darf", so Hiesl.

Quelle: http://ooe.orf.at/stories/489063/

Saline ausverkauft, aber genügend Vorräte vorhanden

Die Salinen AG sei "restlos ausverkauft", aber Oberösterreich verfüge noch über genügend Salzvorräte. Diese Zwischenbilanz hat Straßenbaureferent Landeshauptmann Franz Hiesl (ÖVP) am Mittwoch in Linz gezogen. Diese Saison seien insgesamt bereits 32.500 Tonnen auf den Straßen des Bundeslandes gestreut worden. Zu Winterbeginn hatte die oberösterreichische Straßenverwaltung rund 40.000 Tonnen Salz eingelagert, laut einem Vertrag mit der Saline sollen bis Winterende noch insgesamt 35.000 Tonnen dazukommen. Ein Teil sei bereits eingetroffen, etwa 20.000 bis 25.000 Tonnen seien noch ausständig. Es werde kontinuierlich nachgeliefert. Dass die Salinen darüber hinaus ausverkauft sind, sehe er gelassen, so Hiesl, die Vorräte seien groß genug. An einem durchschnittlichen Tag werden 500 bis 1.000 Tonnen Salz verbraucht, der Spitzenwert dieser Saison lag bei 2.400 Tonnen. Dennoch hofft Hiesl, dass sich die Niederschläge in den kommenden Wochen in Grenzen halten, der Schnee drücke aufs Budget. Eine Tonne Salz koste inklusive Lagerkosten rund 100 Euro. Wie groß die Zahl an Frostaufbrüchen sei, könne man derzeit noch nicht sagen, so der Straßenbaureferent. Üblicherweise kosten die Reparaturen pro Saison rund vier Millionen Euro. Eine Bilanz gebe es aber erst im Frühling, in der Winterzeit könne man lediglich akut gefährliche Löcher mit Kaltasphalt schließen.http://www.salzburg.com/wiki/index.php/StreusalzSalzburg und Streusalz Nachdem es in früheren Wintern bereits zu Engpässen mit Streusalz in der Stadt Salzburg ( http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Stadt_Salzburg ) gekommen war, wollte man für den Winter 2010/2011 gut gerüstet sein. Die zuständige Stadträtin Claudia Schmidt ( http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Claudia_Schmidt ) suchte deshalb zeitgerecht beantragt, doch trotz zahlreicher Sitzungen und ohne Budget(Anmerk. Genehmigung) sei die Bestellung erst im Dezember 2010 möglich gewesen (Zitat Quelle SN, 18.12.). Allerdings konnten zu diesem Zeitpunkt die Salinen Austria die gewünschte Menge nicht mehr liefern. Daher war die Stadt Salzburg gezwungen, Streusalz in Israel (!) teurer zu kaufen, was den Steuerzahler nun 50.000 Euro mehr kostete.

Stimmt nicht, konterte Bürgermeister ( http://www.salzburg.com/wiki/index.php/B%C3%BCrgermeister_der_Stadt_Salz... ) Dr. Heinz Schaden ( http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Heinz_Schaden ). Er hätte erst am 13. Dezember 2010 vom Leiter des Bauhofs, Michael Wanner ( http://www.salzburg.com/wiki/index.php?title=Michael_Wanner&action=edit&... ), erfahren, dass Geld für Streusalz benötigt würde und er sofort € 170.000 bewilligte.

Es blieb aber Faktum, dass nun 500 Tonnen Streusalz im Nahen Osten gekauft wurden, wobei der Preis pro Tonne um etwa 104 Euro teurer ist als bei den Salinen Austria. Denn die Salinen Austria konnten die angefragten 850 Tonnen nicht mehr bereitstellen, da die vorhandene Menge durch Kontingentieren bereits anderen Kunden zugesagt war.

Interessantes Detail: In den SN vom 21. Dezember war zu lesen, dass Bauhofleiter Wanner, davon ausgeht, dass der Partner des Magistrats Salzburg, die Salinen Austria, die Mehrkosten zu übernehmen hätten. Es sei schon das dritte Mal, dass die Salinen nicht liefern könnten. Dieser Überlegung pflichtete auch Chefeinkäufer Wilfried Plank ( http://www.salzburg.com/wiki/index.php?title=Wilfried_Plank&action=edit&... ) bei. Der der Steuerzahler keinen Einblick in diese Verträge hat, ist er auf Presseinformationen angewiesen, wie diese Sache ausgehen wird.

400.000 Tonnen Streusalz werden in den Salinen Austria jährlich produziert. Das sind rund 80 Prozent des Bedarfs in ganz Österreich. Ab Juli werden 200.000 Tonnen ausgeliefert. Der Rest auf Abruf, da nicht überall Lager mit ausreichenden Kapazitäten vorhanden sind. In schneestarken Wintern, wie er sich zum Beispiel schon 2010/2011 durch starke, länger anhaltende Schneefälle im Dezember ankündigte, brauchen Städte viel Salz. Beispielsweise Linz verbrauchte bis 18. Dezember 2010 bereits 1.733 Tonnen. Das entspricht der Menge, die in Linz üblicherweise im Verlauf eines Winters benötigt werden. 250 Tonnen blieben Linz noch für den "Restwinter" 2010/2011.

Quelle: http://www.krone.at/Oberoesterreich/Saline_ausverkauft._aber_genuegend_V...

Engpass: Umstellung auf Splittstreuung

Wegen der großen europaweiten Nachfrage wird das Streusalz knapp. Das Land Kärnten hat auf wenig befahrenen Landesstraßen auf Splittstreuung umgestellt.

Engpässe rechtzeitig einkalkuliert

Für Autofahrer bestehe kein Grund zur Sorge, sagte Volker Bidmon, der Leiter der Straßenbauabteilung des Landes Kärnten.

"Wir haben derzeit grundsätzlich genug. Wir haben aber schon begonnen, früh genug auf eventuelle Engpässe Rücksicht zu nehmen. Das heißt, wir haben in den letzten Tagen bei Straßen, die weniger befahren werden, auf Splittstreuung umgestellt. Das sind Straßen, wo der tägliche Verkehr weniger als 500 bis 1.000 Autos beträgt. Was die Salzstreuung betrifft, gehen wir auf das unbedingt notwendige Ausmaß, zurück", sagte Bidmon im Interview mit ORF Kärnten-Redakteur Andreas Kimeswenger.

Nächste Streusalzlieferung Anfang Jänner

Im heurigen Winter wurden in Kärnten bislang zwischen 8.000 und 9.000 Tonnen Streusalz verbraucht. Das entspreche der Menge eines halben Winters.

Vor einem Monat, als es noch nicht so einen Streusalz-Engpass gab, wurden mit einem zusätzlichen Lieferanten Verträge über die Anlieferung von Meersalz geschlossen.

Bidmon: "Ab Mitte Jänner steht uns somit auch jede Menge Meersalz zur Verfügung. Es kommt zwischen 5. und 7. Jänner in Koper an und wird Anfang Jänner verteilt."

Quelle: http://kaernten.orf.at/stories/489203/

Streusalz-Vorrat soll künftig um 300.000 Tonnen erhöht werden 

Berlin (dapd). Die deutsche Salzindustrie hat dem Bundesverkehrsministerium zugesagt, die Lagerkapazitäten für Streusalz zu erhöhen und in den nächsten Jahren nochmals um etwa 300.000 Tonnen auszubauen. Das Ministerium zitierte dazu am Donnerstag den Geschäftsführer des Verbands der Kali- und Salzindustrie, Hartmut Behnsen: "Wir arbeiten gemeinsam mit dem Bund für sichere Verhältnisse auf unseren Straßen."

Verkehrs-Staatssekretär Rainer Bomba erklärte demnach, die Lager entlang den Autobahnen seien ausgebaut und die dortigen Mengen erhöht worden. "Dieser Prozess wird noch verstärkt werden", sagte er. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat eine ausreichende Bereitstellung von Streusalz für die Bundesfernstraßen gefordert. Angesprochen wurde auch die Möglichkeit von Salz-Importen aus Übersee.

Quelle: http://www.open-report.de/artikel/Streusalz-Vorrat+soll+k%FCnftig+um+300...

Streusalz in Europa ist knapp 

Wien. Der für die Weihnachtsfeiertage angekündigte Schneefall könnte den Engpass bei Streusalz verschärfen. Nach dem wochenlangen Schneefall im Dezember sind die Streusalz-Vorräte europaweit bereits nahezu aufgebraucht. "Wir brauchen den dritten Winter in Folge in ganz Europa viel Salz, daher ergeben sich Lieferengpässe und verzögerte Auslieferungen", sagt Stefan Maix, Vorstandschef der Salinen, die den Großteil des österreichischen Auftausalz-Verbrauchs von rund 330.000 Tonnen abdecken.

Durch den hohen Verbrauch in den vergangenen Wintern haben die Produktions- und Lagerkapazitäten in Europa nicht ausgereicht, um die Lager über den Sommer aufzufüllen. Die Salinen, die zum Teil Hannes Androsch gehören, haben die Produktion zwar "massiv gesteigert", die Kunden haben sich heuer aber sehr früh mit Salz eingedeckt. "Es wurde im Sommer so viel wie noch nie gekauft", sagt Maix.

"Es müsste gelingen, mit dem Salz in den Lagern und unserer monatlichen Produktion über die Runden zu kommen", sagt Maix. Voraussetzung sei jedoch, dass es nicht die nächsten drei Monate durchgehend schneit. Für Dezember und Jänner hat der Salzproduzent die Mengen auf den Durchschnittverbrauch der letzten Jahr kontingentiert. Wenn der Winter so weitergeht wie bisher, könne die Sperre von zweitrangigen Straßen zum Thema werden, warnt Maix. Den Bedarf an Salz mit Importen abzudecken ist in diesem Jahr fast unmöglich: "Weder Deutschland, die Schweiz noch Frankreich können anderen Ländern aushelfen, weil alle Lager leer sind", so Maix. Auch in Ägypten und Tunesien gehen die Vorräte zur Neige.

Salzburg importiert wegen Salzmangels zum Beispiel teures Salz aus Israel und muss dafür mehr als doppelt so viel bezahlen als die rund 100 Euro pro Tonne, die die Salinen verlangen. Zudem dauert die Lieferung aus dem Nahen Osten mehrere Wochen.

Trotz der hohen Nachfrage haben die Salinen die Preise nicht erhöht, sagt Maix – diese seien vertraglich vereinbart. "Wir haben außerdem verzichtet, nach Deutschland zu liefern, obwohl wir dort den dreifachen Preis erzielt hätten."

Auch Linz hat bei den Salinen bestellt. In den ersten drei Dezemberwochen wurden jedoch schon drei Viertel der Gesamtmenge des vergangenen Winters verbraucht. "Wir schauen uns als Absicherung um zusätzliche Lieferungen von Zwischenhändlern um", sagt der Linzer Vizebürgermeister Klaus Luger. Anfragen in Deutschland seien aber sinnlos – deshalb versuche man es in Osteuropa.

"Beim Preis setzen wir aber Grenzen, weil es ja um Steuergeld geht", sagt Luger. Als Alternative zu Salz könne Streusplitt eingesetzt werden. Dabei ist aber die mögliche Eisbildung und die Staubbelastung ein großes Problem. Doch auch Salz ist umstritten, weil es dem Boden Wasser entzieht und Pflanzen verdursten können. Daher darf in Wien grundsätzlich im Umkreis von zehn Metern um Bäume oder Grasflächen kein Salz gestreut werden.

Indes scheint der Wiener Salzvorrat gesichert: "Bei uns gibt es keine Lieferengpässe", sagt Monika Unterholzner vom Hafen Wien, wo das Streusalz für die MA 48 sowie für Salzhändler eingelagert wird. Von den 30.000 Tonnen Lagerkapazität seien derzeit etwa 10.000 Tonnen vorrätig, so Günter Liebl, Lagerleiter des Hafens Wien, der zur Wien Holding gehört. "Wir haben noch genug Salz, es sollte keine Probleme geben."

Auch die Asfinag beruhigt: "Es braucht sich niemand um den Jahreswechsel Sorgen machen", sagt Volker Höferl von der Asfinag. Man habe Verträge mit den Salinen in Ost- sowie mit der bayrischen Südsalz für West-Österreich. Demnächst wird die Asfinag aber zusätzliches Salz vom Hafen Wien beziehen. Höferl: "Wir müssen uns rechtzeitig wappnen, denn wir wissen nicht, wie streng der Winter noch wird."

Quelle: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?tabID=3941&alias=wzo&cob...

Strenger Winter lässt die Salzlager schmelzen 

Die Salinen Austria können die Versorgung mit Streusalz nur mehr bis Ende Jänner garantieren, sollte der Winter so streng bleiben und es weiter schneien. Die Lieferungen an Großkunden wurden teilweise beschränkt.

Ebensee/Wien. 235.000 Tonnen Streusalz haben die Salinen Austria in diesem Winter schon verkauft – in einem „normalen“ Winter werden in der ganzen Saison rund 350.000 Tonnen Salz abgesetzt. Außerdem gingen schon 60.000 Tonnen Auftausalz in Säcken über den Ladentisch – durchschnittlich werden in Summe in einem Jahr nur 50.000 Tonnen Salzsäcke abgesetzt. ( http://squid.diepresse.com/RealMedia/ads/click_lx.ads/diepresse.com/wirt... )Rosige Zeiten also für die Salinen Austria, wenn Väterchen Frost ganz Europa im eisigen Griff hat? Keineswegs. „Wir können die Produktion nicht schlagartig erhöhen, weil wir die Soleversorgung nicht so rasch steigern können“, sagt Salinen-Vorstand Stefan Maix zur „Presse“. Deshalb würden trotz hoher Nachfrage die Gewinne etwa auf dem Vorjahresniveau von 6,4 Mio. Euro stagnieren.

Die Salinen hätten die Produktion in den vergangenen Jahren ohnedies kräftig hochgefahren. 1,1 Mio. Tonnen Salz wird das Unternehmen, das zu je 41,25 Prozent dem Industriellen Hannes Androsch und der Raiffeisenlandesbank OÖ und zu zehn Prozent der Mitarbeiterstiftung gehört, im laufenden Geschäftsjahr 2010/11 in Summe produzieren. Vor vier Jahren waren es noch 760.000 Tonnen. Davon entfallen rund 400.000 Tonnen auf loses und 70.000 Tonnen auf Streusalz in Säcken. Der Rest ist Speise-, Vieh- und Industriesalz.

„Ausverkauft“, wie in den vergangenen Tagen häufig kritisiert, sind die Salinen nicht. Noch nicht. Bis Ende Jänner kann Maix die Versorgung garantieren. Sollte der Winter jedoch so streng bleiben und es weiter schneien, könne er über den Jänner hinaus nichts prognostizieren. Denn zusätzliches Salz könne auch nicht importiert werden. Deutschland, Frankreich, die Schweiz – jeder frage bei jedem an, weil die Lager überall leer seien. Auch Tunesien sei schon ausverkauft, Ägypten in spätestens einer Woche.

„Wir haben auch nicht zu viel exportiert – wir exportieren gar nichts“, weist Maix entsprechende Vorwürfe zurück. Obwohl man etwa in Deutschland deutlich höhere Preise hätte erzielen können. Das Problem des Versorgungsengpasses liegt laut Maix auch weniger in der Produktionskapazität als in der Lagerhaltung. In schwachen Wintern sei Salz sogar abverkauft worden. Jetzt, nach drei harten Wintern in Folge, sei es eigentlich kein Wunder, dass die Lager, die eine Kapazität von 330.000 Tonnen haben, eben abgeschmolzen seien.

„Wir haben auf die angespannte Situation reagiert und die Lieferungen kontingentiert“, sagt Maix. Das heißt, dass die Kunden – der größte ist die Asfinag mit rund 100.000 Tonnen – ihre Bestellungen jetzt nur mehr nach Bedarf abrufen. Was Salz in Säcken betrifft, müsse man sich jedoch neue Wege in der Lagerbewirtschaftung überlegen.

Quelle: http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/621461/Strenger-Winter-la...

Bundeskartellamt: keine Preisabsprachen beim Streusalz

Das Bundeskartellamt wird wegen der stark gestiegenen Streusalzpreise nichts unternehmen.

Wie der niederbayerische CSU Politiker Ernst Hinsken vom Chef des Kartellamts erfahren hat, sieht die Behörde keine Hinweise auf mögliche Preisabsprachen beim Streusalz. Die gestiegenen Streusalzpreise seien demnach auf die hohe Nachfrage wegen des harten Wintereinbruchs zurückzuführen.

Erst letzte Woche hatte z.B. der Passauer Landrat Franz Meyer einen Streusalz-Lieferengpass öffentlich in Frage gestellt und eine Überprüfung der Streusalzhersteller und –lieferanten durch das Kartellamt gefordert.

Quelle: http://www.kanal8.de/default.aspx?ID=6526&showNews=907223

Das Salzmonopol der Kantone ist nicht zu knacken

Der harte Winter hinterlässt seine Spuren. In vielen Regionen der Schweiz findet nur noch auf den Hauptachsen eine Schwarzräumung statt. Bei den Gemeinden häufen sich die Reklamationen, weil Trottoirs und Quartierstrassen nicht mehr gesalzen werden. Doch die Unterhaltsdienste sind zum Sparen gezwungen, weil ihre Salzlager sonst im Januar leer sind. Die Rheinsalinen – der Schweizer Salzmonopolist – kontingentieren bereits seit Mitte Dezember die Lieferungen an die Kantone.

«Der Tagesverbrauch der Schweiz läge zurzeit bei 6000 bis 7000 Tonnen Streusalz», sagt Jürg Lieberherr, Direktor der Rheinsalinen. Die Tagesproduktion in Schweizerhalle BL und Riburg AG beträgt 1200 bis 1500 Tonnen. Weil bereits die beiden letzten Winter kalt und schneereich waren, konnten die Salinen den mächtigen Salzdom in Riburg mit 80'000 Tonnen Kapazität bis zum Winterbeginn nicht ausreichend füllen, um nun den Bedarf decken zu können.

Der Engpass lässt die Kritik am Salzmonopol wieder aufleben. Denn nur die Rheinsalinen dürfen Salz produzieren und importieren. Wer im Ausland Salz kaufen will, braucht eine Bewilligung – wie etwa die Stadt Luzern, die den Engpass mit Meersalz aus Süditalien überbrückt. «Die gegenwärtige Situation zeigt einmal mehr, dass man mit dem Monopol die Salzversorgung nicht sichern kann», sagt der Zürcher FDP-Nationalrat Markus Hutter. Er fordert wie Parteikollege Otto Ineichen (LU) eine Marktöffnung. Allerdings lief Ineichen bereits 2005 mit einem Vorstoss in Bern auf. Zwar hielt auch der Bundesrat das Monopol für überholt; es sei jedoch an den Kantonen, das Regal aufzuheben, beschied die Landesregierung. Diese Haltung bekräftigte sie kürzlich erneut. Und die Kantone zeigen keine Lust, ihre Pfründe aufzugeben. In mehreren kantonalen Parlamenten scheiterten in den letzten Jahren Vorstösse, das Salzregal abzuschaffen. Einzig die Regalgebühr haben die Kantone aufgrund des politischen Drucks faktisch beseitigt. Sie wurde von 50 auf 1 Franken pro Tonne Streusalz reduziert. Weiter an die Kantone verteilt wird der jährliche Gewinn der Rheinsalinen von gut 20 Millionen Franken.

Das Festhalten am Monopol begründen die Kantone mit der Versorgungssicherheit. Das klingt angesichts der Knappheit zwar paradox. Allerdings ist Streusalz zurzeit in ganz Europa knapp und auf dem Markt kaum mehr erhältlich. «Wir suchen sogar in Nordafrika und auf der anderen Seite des Atlantiks nach Salz. Relevante Mengen finden wir nicht», sagt Lieberherr. Nur aus Holland wird die Schweiz im Januar beliefert. Die 21'000 Tonnen hatten die Rheinsalinen im Frühling 2009 reserviert.

Das Salzmonopol garantiert den Kantonen zwar keine vollen Lager, aber im Minimum die Tagesproduktion von 1500 Tonnen Salz zu einem festen Preis von derzeit 190 Franken pro Tonne. Inbegriffen ist die Lieferung. Für Lieberherr ist das Ausdruck des «typisch schweizerischen Solidaritätsdenkens». Die Lieferung kostet gleich viel, ob sie von Riburg ins Puschlav oder nach Basel geht.

Tatsächlich hätte eine Marktöffnung grosse Preisschwankungen zur Folge, räumt Hutter ein. «Allerdings haben die Rheinsalinen noch nie den Beweis angetreten, dass sie als Monopolist insgesamt günstiger sind als die Anbieter im Ausland.» Wie stark Angebot und Nachfrage die Salzpreise im Ausland bestimmen, zeigt ein Beispiel aus Deutschland. So mussten einige Städte im letzten Februar bis zu 300 Euro pro Tonne bezahlen. Im August war die gleiche Menge für 65 Euro zu haben. Dass Marktpreise die Kantone im Winter zum sparsameren Gebrauch des Salzes bewegen würden, glaubt Lieberherr nicht. Zu hoch seien heute die Ansprüche an die Mobilität. Die Salzknappheit ist so rasch nicht zu beheben. Zwar bauen die Rheinsalinen eine neue Lagerhalle mit einer Kapazität von 100'000 Tonnen – zusätzlich zu den bereits bestehenden 130'000 Tonnen. Bis diese Lager jedoch randvoll sind, werden mehrere Jahre vergehen. «Wir brauchen wieder einmal einen milden Winter, um uns zu erholen», sagt Lieberherr.

Die Rheinsalinen wurden 1909 gegründet. Aktionäre sind die Kantone und das Fürstentum Liechtenstein. Als einziger Kanton nicht beteiligt ist die Waadt, die über eine eigene Saline in Bex verfügt. Allerdings vermag diese den Bedarf des Kantons zurzeit nicht zu decken, sodass Waadt zusätzlich auch Salz aus den Rheinsalinen bezieht.

Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Das-Salzmonopol-der-Kantone...

Salzmangel: Vorsicht bei Fahrten in Bayern 

INNVIERTEL. Während die Straßenmeistereien im Innviertel über genügend Streusalz verfügen, tut sich im angrenzenden Bayern ein gravierender Engpass auf. Dies trifft auch viele Innviertler, die auf bayerischen Nebenstrecken unterwegs sind.

Der Winter hat streng begonnen, seit 26. November seien die Kräfte der Straßenverwaltung beinahe täglich im Einsatz, um die Straßen schnee- und eisfrei zu halten, so das Land Oberösterreich, das betont, über genügend Salzvorräte zu verfügen. Es werde sich bis Winterende ausgehen. Auch wenn der Verbrauch mit bereits mehr als 32.000 Tonnen gegenüber dem Vergleichszeitraum der Vorjahre drei Mal höher sei.

An extremen Wintertagen rieseln 2700 Tonnen Salz auf Oberösterreichs Straßen. Mit neu eingelagerten Reserven und laufenden Lieferungen durch den Vertragspartner Salinen Austria werde sich der Winter gut meistern lassen.

Letzteres kann das angrenzende Bayern offenbar nicht behaupten, wo der Salzvorrat laut Medienberichten in vielen Regionen offenbar nur noch bis kurz nach Weihnachten reicht und mangels geeigneter Verträge Nachschub keineswegs gesichert sei.

Die Autofahrer unter den Nachbarn klagen schon jetzt über teils schlechte Straßenverhältnisse, von denen im weiteren Winterverlauf auch die vielen Innviertler betroffen sein werden, die im angrenzenden Bayern unterwegs sind.

Bei extremer Knappheit werde Bayern die Salzstreuung auf das hochrangige Straßennetz beschränken. Der ADAC appelliert bereits an das Verständnis der Autofahrer. Die Fahrweise sei eben anzupassen. Unterdessen schielen die Nachbarn neidisch zu uns über die Grenze, wo vertraglich besser vorgesorgt wurde, inklusive drohenden Strafzahlungen bei Lieferproblemen.

Quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/art70,528739

Streusalz für Stadt Salzburg hängt noch in Italien fest

Die Stadt Salzburg wartet sehnlichst auf 500 Tonnen Streusalz aus Israel. Wie die "Krone" berichtete (siehe Infobox), wurde nach dem strengen Winterbeginn das Salz für die Straßen bald knapp. Die Lieferung lässt aber noch bis Mittwoch auf sich warten.

Eigentlich hätte die Extra- Lieferung aus Israel am Montag in der Mozartstadt eintreffen sollen. Daraus wurde aber nichts: "Frühestens Mittwoch", heißt es aus dem Magistrat. Die Waggons mit dem weißen Winter- Gold hingen nämlich über Silvester am Verschubbahnhof in Triest (Italien) fest – daher die Verspätung.Die Stadt wartet dabei schon sehnlichst auf die Salz- Lieferung aus dem Nahen Osten. Wie berichtet, verlangte der strenge Winterbeginn einen außerordentlichen Einsatz von Streumittel auf dem 140 Kilometer umfassenden Straßennetz in Salzburg. "Wir brauchten alleine im November und Dezember mehr Salz als sonst in einem ganzen Winter", weiß Bauhof- Leiter Michael Wanner. Die Reserven sind somit bis auf 250 Tonnen Salz verbraucht. Wanner: "An einem starken Wintertag benötigen wir an die 100 Tonnen. Am Wochenende, wo es leicht geschneit hat, waren es um die 30 Tonnen pro Nacht. Der Ruhepolster ist also sehr dünn..."

Einzig: Nach dem Schnee- Chaos in ganz Europa war kein Salz mehr zu bekommen. Auch die Salinen Austria, sonst Vertrags- Lieferant für die Stadt, waren komplett ausverkauft. Daher wurden über die Salzvertrieb GmbH in Salzburg 500 Tonnen Meersalz aus Israel bestellt. "In Wintern wie diesen muss man improvisieren", heißt es dazu aus dem Betrieb. Der Preis für das Not- Salz ist dafür umso höher: 100.000 Euro muss die Stadt für die 500 Tonnen bezahlen – doppelt so viel wie üblicherweise.

Quelle: http://www.krone.at/Salzburg/Streusalz_fuer_Stadt_Salzburg_haengt_noch_i...

Die Salinen Austria können die Versorgung mit Streusalz nur mehr bis Ende Jänner garantieren, sollte der Winter so streng bleiben und es weiter schneien. Die Lieferungen an Großkunden wurden teilweise beschränkt.

Ebensee/Wien. 235.000 Tonnen Streusalz haben die Salinen Austria in diesem Winter schon verkauft – in einem „normalen“ Winter werden in der ganzen Saison rund 350.000 Tonnen Salz abgesetzt. Außerdem gingen schon 60.000 Tonnen Auftausalz in Säcken über den Ladentisch – durchschnittlich werden in Summe in einem Jahr nur 50.000 Tonnen Salzsäcke abgesetzt. Rosige Zeiten also für die Salinen Austria, wenn Väterchen Frost ganz Europa im eisigen Griff hat? Keineswegs. „Wir können die Produktion nicht schlagartig erhöhen, weil wir die Soleversorgung nicht so rasch steigern können“, sagt Salinen-Vorstand Stefan Maix zur „Presse“. Deshalb würden trotz hoher Nachfrage die Gewinne etwa auf dem Vorjahresniveau von 6,4 Mio. Euro stagnieren.

Produktion wurde erhöht

Die Salinen hätten die Produktion in den vergangenen Jahren ohnedies kräftig hochgefahren. 1,1 Mio. Tonnen Salz wird das Unternehmen, das zu je 41,25 Prozent dem Industriellen Hannes Androsch und der Raiffeisenlandesbank OÖ und zu zehn Prozent der Mitarbeiterstiftung gehört, im laufenden Geschäftsjahr 2010/11 in Summe produzieren. Vor vier Jahren waren es noch 760.000 Tonnen. Davon entfallen rund 400.000 Tonnen auf loses und 70.000 Tonnen auf Streusalz in Säcken. Der Rest ist Speise-, Vieh- und Industriesalz.

„Ausverkauft“, wie in den vergangenen Tagen häufig kritisiert, sind die Salinen nicht. Noch nicht. Bis Ende Jänner kann Maix die Versorgung garantieren. Sollte der Winter jedoch so streng bleiben und es weiter schneien, könne er über den Jänner hinaus nichts prognostizieren. Denn zusätzliches Salz könne auch nicht importiert werden. Deutschland, Frankreich, die Schweiz – jeder frage bei jedem an, weil die Lager überall leer seien. Auch Tunesien sei schon ausverkauft, Ägypten in spätestens einer Woche.

„Wir haben auch nicht zu viel exportiert – wir exportieren gar nichts“, weist Maix entsprechende Vorwürfe zurück. Obwohl man etwa in Deutschland deutlich höhere Preise hätte erzielen können. Das Problem des Versorgungsengpasses liegt laut Maix auch weniger in der Produktionskapazität als in der Lagerhaltung. In schwachen Wintern sei Salz sogar abverkauft worden. Jetzt, nach drei harten Wintern in Folge, sei es eigentlich kein Wunder, dass die Lager, die eine Kapazität von 330.000 Tonnen haben, eben abgeschmolzen seien.

„Wir haben auf die angespannte Situation reagiert und die Lieferungen kontingentiert“, sagt Maix. Das heißt, dass die Kunden – der größte ist die Asfinag mit rund 100.000 Tonnen – ihre Bestellungen jetzt nur mehr nach Bedarf abrufen. Was Salz in Säcken betrifft, müsse man sich jedoch neue Wege in der Lagerbewirtschaftung überlegen.

Quelle: http://www.arf.at/ausseer_regionalfernsehen/pages/tagesthemen.php