Salzherstellung

Wie das Salz aus dem Berg kommt

Es ist weiß, es riecht nicht, es schmeckt salzig. Die erkennbaren Eigenschaften des Salzes sind recht unspektakulär, und dennoch widmete sich die Wissenschaft schon immer sehr intensiv dem scheinbar unscheinbaren Stoff.

Der Kirchenlehrer Hilarius von Poitiers erwies sich dabei schon im 4. Jahrhundert als Visionär. Er vermutete, „dass das Salz zugleich das Element des Wassers und das des Feuers enthalte und dass auf diese Weise aus zwei eins geworden ist.“

Im Prinzip hatte er Recht, auch wenn seine elementare Zuordnung von der Forschung der Neuzeit nicht mehr bestätigt wurde. Die Bestandteile des Kochsalzes, die positiv geladenen Natriumionen (Na+) und die negativ geladenen Chloridionen (Cl-), üben eine geradezu dramatische Anziehungskraft aufeinander aus. Die Teilchen kristallisieren, sind aber zugleich extrem wasserlöslich. Diese Beschaffenheit macht sich der Salzbergbau seit Jahrhunderten zunutze. Rückten die Kelten und Römer in Hallstatt dem Berg noch ausschließlich mit der Spitzhacke zu Leibe, setzte sich schon im Mittelalter mit dem nassen Abbau eine ungleich elegantere Methode durch.

Wasser wird durch Stollen in das Haselgebirge geleitet, das Salz damit herausgelöst und in starker Konzentration als Sole aus dem Berg befördert. Das System ist geblieben, auch wenn sich heute überall dort, wo der Salzgehalt im Gestein die erforderliche Konzentration erreicht, die effizientere Bohrlochsondentechnik durchgesetzt hat. In ein hunderte Meter tiefes, senkrechtes Bohrloch werden zwei Rohre eingebaut. Durch das eine wird dann unter hohem Druck Wasser gepresst, so dass aus dem anderen die gesättigte Sole entweichen muss. In der bereitgestellten Präsentation haben wir den Prozess der Salzherstellung bildlich dargestellt.

Salzproduktion(4.21 MB)