Hallstaetter-See

Bergbau

Die Bohrlochsondenmethode im Bergbau

Diese Art der Laugtechnik ist weltweit das modernste und kostengünstigste Verfahren zur Gewinnung von Salz. Als erster Schritt bei der Anlage einer neuen Bohrlochsonde wird ein senkrechtes Bohrloch mit einem Durchmesser von ca. 30 cm und mehreren hundert Metern Tiefe gebohrt. Dies kann entweder im Untertagebergbau ausgehend von einem Stollen oder in einem Sondenfeld von der Erdoberfläche aus durchgeführt werden.

In dieses Bohrloch werden nun 2 Rohrsysteme eingebaut. Durch eines der Rohre wird an die tiefste Stelle des Bohrlochs kontinuierlich Quellwasser geführt, welches dort beginnt, das Salzgestein aufzulösen und damit das Bohrloch zu einem Laughohlraum zu vergrößern. Durch das zweite Rohr gelangt die gesättigte Sole nach oben. Mit Druckluft, welche außerhalb der beiden Rohre in das Bohrloch gepresst wird, kann zum einen das Bohrloch selbst vor einer unkontrollierten Auslaugung geschützt werden. Zum anderen wird mit diesem Druckluftpolster die Form und Größe der entstehenden Laugkaverne exakt gesteuert.

Bohrlochsonde1. Zubaustrecke
2. Hornstätte
3. doppeltes Rohrleitungssystem
4. Endform der Laugkaverne